Seit vielen Monaten gehen wir an den Sonntagabenden durch Lehrthemen hindurch. Das sind Themen, über die Gott in der Bibel sprach und die für unser Leben und unseren Glauben entscheidend sind. Deshalb werden wir uns ab heute einige Wochen lang mit der Inspiration und Autorität der Schrift beschäftigen. Jedes Mal, wenn wir am Tag des Herrn zum Gottesdienst zusammenkommen, öffnen wir Gottes Wort. In allen Treffen, die jeden Sonntag morgens und abends auf unserem Campus stattfinden, öffnen wir die Schrift und ebenso in den verschiedenen Bibelstunden und Kleingruppen unter der Woche. Auch wenn ihr euch in euren Häusern als Hauskreise trefft, öffnet ihr Gottes Wort. Und viele von euch lesen jeden Tag im Wort Gottes.
In unserem heutigen Thema geht es also um das Wort Gottes. Die Schrift sagt über sich selbst, dass sie das Licht und der Weg ist. Und weil wir dem Wort Gottes glauben, sind wir davon überzeugt, dass es der Weg ist. Wir glauben, dass das Wort Gottes inspiriert ist. Wir glauben, dass es in den originalen Handschriften ohne Irrtum ist und dass Gott es bis zum heutigen Tag bewahrt hat. Dadurch bleibt es im Wesentlichen seiner ursprünglichen Offenbarung treu. Wir glauben, dass wir hören müssen, wenn das Wort zu uns spricht. Darum ist die Bibel die Grundlage all unseres Handelns. Wir definieren unser Leben und unseren Dienst nach biblischen Maßstäben und Prinzipien. Die Bibel bestimmt, was wir glauben, wie wir uns verhalten, und sie ist zugleich die Botschaft, die wir verkünden. Die Bibel beansprucht unmissverständlich und ohne Einschränkung, das wahre Wort Gottes zu sein.
Die Verfasser des Alten Testaments zum Beispiel bezeichnen ihre Schriften mehr als 3.800-mal als Worte Gottes. Die Verfasser des Neuen Testaments zitieren das Alte Testament 320-mal als Wort Gottes und beziehen sich mindestens 1.000 weitere Male darauf. Außerdem beanspruchen die Schreiber des Neuen Testaments genau wie die des Alten Testaments immer wieder göttliche Inspiration für sich. Auch Jesus selbst beansprucht, dass sowohl das Alte als auch das Neue Testament von Gott inspiriert sind.
Im Neuen Testament gibt es ein paar klar umrissene Aussagen, die das Wesen der Inspiration definieren und dabei die gesamte Schrift einbeziehen. In 2. Petrus 1,20-21 heißt es zum Beispiel: „Dabei sollt ihr vor allem das erkennen, dass keine Weissagung der Schrift von eigenmächtiger Deutung ist. Denn niemals wurde eine Weissagung durch menschlichen Willen hervorgebracht, sondern vom Heiligen Geist getrieben haben die heiligen Menschen Gottes geredet.“
Laut Petrus schrieben die Autoren der Bibel diese nicht durch menschlichen Willen oder aufgrund ihrer persönlichen Auslegung. Sondern sie wurden vom Heiligen Geist bewegt, das aufzuschreiben, was Gott sagte. Eine weitere sehr bekannte Schriftstelle dazu finden wir in 2. Timotheus 3,16: „Alle Schrift ist von Gott eingegeben“, wörtlich theopneustos, von Gott gehaucht.
Sie stammt von Gott und ist „nützlich zur Belehrung, zur Überführung, zur Zurechtweisung, zur Erziehung in der Gerechtigkeit, damit der Mensch Gottes ganz zubereitet sei, zu jedem guten Werk völlig ausgerüstet.“ Die ganze Schrift ist von Gott inspiriert. Inspiration bedeutet, dass sie von Gott kommt, der die Schreiber durch den Geist bewegt, das aufzuschreiben, was Gott gesagt hat und nicht, was sie selbst sagen wollen. Dies waren nur zwei grundlegende Bibelstellen von vielen, die zeigen, dass die Schrift das wahre Wort Gottes ist. In den kommenden Wochen werden wir noch auf weitere eingehen.
Aber ganz offensichtlich ist in der Schrift alles enthalten, was wir wissen müssen über Gott, über uns, über die Erlösung, über die Zukunft und über Zeit und Ewigkeit. Alles, was Gott uns wissen lassen möchte, steht hier drin. Deshalb ließ Gottes Geist Johannes am Ende der Offenbarung, des letzten Buches der Bibel, schreiben, dass man diesem Buch nichts hinzufügen oder wegnehmen soll. Es ist vollendet und vollständig.
Judas bezeichnet es als den Glauben, „der den Heiligen ein für alle Mal überliefert worden ist.“ Die Wahrheit wurde einmal überliefert und darf nun weder abgeschwächt noch ausgeschmückt werden. In diesem Buch steht alles, was wir über das Universum wissen müssen, über Gott und unsere Beziehung zu ihm und über alle anderen Beziehungen ebenso.
Weil in der Schrift alles enthalten ist, was wir brauchen, weil wir durch das Wort der Wahrheit errettet und geheiligt werden, weil wir unsere Hoffnung auf Herrlichkeit im Wort finden und weil sie alle Anweisungen für unser Leben enthält, deswegen wird die Bibel ständig und unermüdlich vom Feind angegriffen. Das sollte uns nicht überraschen.
Ich möchte kurz zu einem sehr wichtigen Kapitel ganz am Anfang zurückgehen, zu 1. Mose 3,1-5. In den Kapiteln 1 und 2 wird die Schöpfung beschrieben. Adam und Eva leben in einer glückseligen Welt, ohne Sünde und in vollkommener Gemeinschaft mit Gott. Am Ende von Kapitel 2 heißt es zusammenfassend: „Und sie waren beide nackt, der Mensch und seine Frau, und sie schämten sich nicht.“ Es gab keine Scham, weil es noch keine Sünde gab.
In Kapitel 3 ändert sich alles und ich möchte, dass du verstehst, was das bedeutet. Dort heißt es: „Aber die Schlange war listiger als alle Tiere des Feldes, die Gott der HERR gemacht hatte; und sie sprach zu der Frau: Sollte Gott wirklich gesagt haben, dass ihr von keinem Baum im Garten essen dürft? Da sprach die Frau zur Schlange: Von der Frucht der Bäume im Garten dürfen wir essen; aber von der Frucht des Baumes, der in der Mitte des Gartens ist, hat Gott gesagt: Esst nicht davon und rührt sie auch nicht an, damit ihr nicht sterbt!
Da sprach die Schlange zu der Frau: Keineswegs werdet ihr sterben! Sondern Gott weiß: An dem Tag, da ihr davon esst, werden euch die Augen geöffnet, und ihr werdet sein wie Gott und werdet erkennen, was Gut und Böse ist!“ Den Rest der Geschichte kennt ihr natürlich. Eva glaubte Satan, aß und fiel in Sünde. Sie brachte mit dieser einen Tat die gesamte Menschheit zu Fall und beschmutzte das gesamte Universum.
In Johannes 8,44 bezeichnet Jesus den Satan als „Lügner“ und „Vater derselben“. Dort im Garten Eden setzt Satan sein erstes großes Täuschungsmanöver in die Tat um. Und er ist darin sehr erfolgreich. Schauen wir uns noch einmal Vers 1 an. Satan kommt in Gestalt einer Schlange zu der Frau und fragt sie: „Sollte Gott wirklich gesagt haben, dass ihr von keinem Baum im Garten essen dürft?“
Wir wissen, dass Gott genau das gesagt hatte, nämlich dass sie von diesem bestimmten Baum des Gartens nicht essen sollten. Das lesen wir in Kapitel 2,16-17: „Von jedem Baum des Gartens darfst du nach Belieben essen; aber von dem Baum der Erkenntnis des Guten und des Bösen sollst du nicht essen; denn an dem Tag, da du davon isst, musst du gewisslich sterben!“ Satan kommt nun zu der Frau und fragt: „Sollte Gott wirklich gesagt haben?“
Warum wendet sich Satan an die Frau und nicht an Adam? Vielleicht gibt uns 1. Petrus 3,7 die Antwort. Dort heißt es, dass sie das schwächere Gefäß ist. Ihr Ehemann ist ihr Beschützer, dem sie sich unterordnen soll und unter dessen Schutz sie in Sicherheit ist. Satan sucht also Eva in einem Moment auf, in dem sie schutzlos und verwundbar ist, und seine Strategie wird nach und nach immer trügerischer. Er beginnt mit einer scheinbar harmlosen Frage: „Sollte Gott wirklich gesagt haben?“ Das ist die erste Frage in der Bibel und in der gesamten Geschichte der Menschheit.
Denn bis zu diesem Zeitpunkt gab es keine Fragen, sondern nur Antworten. Es gab keine Geheimnisse und auch keine Dilemmas. Und nun formuliert Satan die Frage so, dass es für Eva ganz selbstverständlich wirkt, Gottes Worte zu hinterfragen. Damit will er sie und ihren Mann dazu verleiten, an der Wahrheit von Gottes Worten zu zweifeln. Das ist seine Masche. Man könnte den hebräischen Text auch übersetzen mit: „Das hat Gott also wirklich gesagt!?“. Seit Beginn der Schöpfung wurde damit zum allerersten Mal die tödlichste geistliche Kraft freigesetzt, die es je auf dieser Welt gab. Ganz heimlich und scheinbar harmlos wurde sie in die Welt hineingeschmuggelt. Diese Waffe ist die tödliche Kraft der Vorstellung, man hätte als Geschöpf das Recht, über das zu urteilen, was Gott gesagt hat.
Deshalb bringt Satan Eva dazu, Gottes Worte infrage zu stellen. Er wiederholt das, was Gott gesagt hatte: „Von keinem Baum im Garten dürft ihr essen?“ Dabei verdreht er die Aussage, indem er sie von einem positiven Gebot in ein negatives Verbot umwandelt. Er lässt aus, dass sie alles andere essen dürfen. Er verdreht und pervertiert und lenkt den Fokus darauf, was sie nicht dürfen, anstatt auf das, was sie dürfen. Damit reitet er auf dem Verbot herum. Er greift das Herzstück an, indem er Eva eigentlich die folgende Frage suggeriert: „Warum sollte Gott dich überhaupt einschränken wollen?“
Satan bringt Eva dahin zu denken, dass sie das Recht hätte, über Gott zu urteilen und seine Einschränkung in Frage zu stellen. Was Gott sagt, ist eine Verneinung, ein Verbot. Es schränkt ein und es beengt. Die unausgesprochene Botschaft dahinter lautet: Warum sollte Gott das tun, wenn er vollkommen gut wäre? Satan deutet damit an, dass etwas in Gottes Wesen ihn veranlasst, deinen freien Willen einzuschränken. Er will deine Freude begrenzen, deine Zufriedenheit, deine Erfüllung und deine Freiheit.
Indem er dir einige Wahlmöglichkeiten wegnimmt, greift Gott in deine Rechte ein. Das wirft die Frage auf, warum würde er das tun? Ist er vielleicht grausam? Wenn er dir aufgrund seines Charakters diese Grenze setzt, dann kannst du ihm vielleicht nicht völlig vertrauen. Satan pflanzt Eva die Vorstellung ein, dass dieses eine Verbot nicht etwa eine Gelegenheit zum Gehorsam ist, sondern ein Beweis für einen Makel in Gottes Charakter. Er streut Zweifel und Misstrauen, sodass Eva beginnt, über Gottes Gebot zu urteilen, als hätte sie das Recht, zu entscheiden, ob es gut oder schlecht, richtig oder falsch ist.
Eva fängt an, dem zu misstrauen, was Gott gesagt hat und antwortet in Vers 2 sehr zögerlich. „Da sprach die Frau zur Schlange: Von der Frucht der Bäume im Garten dürfen wir essen.“ An dieser Stelle hätte sie eigentlich ganz klar Stellung beziehen müssen zu dem, was sie über Gott wusste. Sie kannte Gott. Sie wusste, dass Gott wahrhaftig ist und nur die Wahrheit spricht. Sie wusste, dass Gott vollkommene Güte ist. Sie hatte ein sehr klares, unmissverständliches Gebot von ihm bekommen. Eigentlich hätte sie misstrauisch werden müssen, sobald jemand sie dazu bringen wollte, an Gott zu zweifeln. Sie hätte sogar schon misstrauisch sein müssen, als sie eine Schlange sprechen hörte.
In Vers 3 versucht sie, Gott zu verteidigen: „Aber von der Frucht des Baumes, der in der Mitte des Gartens ist, hat Gott gesagt: Esst nicht davon.“ Doch dann fügt sie hinzu: „und rührt sie auch nicht an, damit ihr nicht sterbt!“ Ihre Antwort ist schwächlich. Ich glaube, dass der Sündenfall genau hier stattfand, noch bevor Eva etwas gegessen hat. Sie akzeptierte Gottes Wort nicht mehr von ganzem Herzen vorbehaltlos als wahr und gut und als Quelle ihrer höchsten Freude und Erfüllung. Sondern in diesem Moment hatte das Misstrauen gegen Gott in ihr Fuß gefasst. Die Sünde war in ihr Herz eingedrungen und der Sündenfall war geschehen.
Nicht nur verteidigt sie Gott nicht, sondern sie fügt seinen Worten etwas hinzu, um ihn noch strenger erscheinen zu lassen. Sie sagt nämlich: „Du sollst nicht davon essen und es nicht anrühren.“ Das hatte Gott nicht gesagt. Aber nun stimmt sie zu, dass Gottes Gebot unnötig einschränkend war. Und sie empfindet es sogar als so einschränkend, dass sie es noch verschärft. Es ärgert sie jetzt, dass Gott ihr diese Einschränkung auferlegt hat. Gott wird hier so dargestellt, als hätte er ein unzumutbares und nicht vertrauenswürdiges Gebot gegeben. Genau das war der Kern des Sündenfalls. Der Mensch misstraute dem, was Gott gesagt hatte. Alles, was danach kam, ist nur ein Beweis für den Sündenfall.
In Vers 4 geht es weiter: „Da sprach die Schlange zu der Frau: Keineswegs werdet ihr sterben!“ Satan setzt zum endgültigen Angriff an, weil er weiß, dass sie nun Gottes Wort misstraut. Sie glaubt nicht mehr, dass Gott unbedingt vertrauenswürdig ist. Es gibt einen Makel an seinem Wesen. Denn eigentlich sollte sie frei sein und er schränkt den Menschen unnötig ein. Nun nimmt sich Eva das Recht heraus, über Gottes Handeln zu urteilen. Weil sie diese negative Sichtweise übernommen hat, meint sie, es sogar als strenger darstellen zu dürfen, als es wirklich ist. Satan weiß, dass sie gefallen ist, und widerspricht Gottes Wort jetzt sogar unverblümt, indem er sagt: „Keineswegs werdet ihr sterben! Gott hat gelogen. Gott hat gelogen und dieses Gebot ist ein Beispiel dafür.“
„Ich sage die Wahrheit“, sagt Satan. Und das behauptet er auch heute noch, obwohl er der Erzlügner ist. Er sagt: Ihr werdet nicht sterben. Gott ist nicht ehrlich. Man kann seinem Wort nicht einfach so glauben, wie es dasteht. Er hat nicht euer Bestes im Sinn. Eva glaubte die Lüge, dass Gott unvollkommen sei und sie täusche. Sie glaubte, dass er sie unnötig einschränken, ihre Freiheit rauben und ihre Freude begrenzen würde.
Satan sagt zu ihr: „Ihr werdet keineswegs sterben“. Mach dich frei von diesen Einschränkungen. Tu, was du willst, es gibt keine Grenzen, keine Beurteilung, keine Konsequenzen. Sei frei. So ein Gott ist weder liebevoll noch gut. So ein Gott schränkt dich nur ein. Er ist Gesetz, er ist nicht Liebe. Stattdessen sagt Satan: Ich bin die Liebe, ich gebe dir die Freiheit. Folge mir und tu, was immer du willst!
Natürlich stellt sich Eva jetzt die Frage: „Warum sollte Gott das denn tun? Warum sollte er mich so einschränken?“ In Vers 5 gibt Satan die Antwort: „Gott weiß: An dem Tag, da ihr davon esst, werden euch die Augen geöffnet, und ihr werdet sein wie Gott und werdet erkennen, was Gut und Böse ist!“ Gott will nicht, dass ihr so seid wie er. Er ist eifersüchtig, neidisch und besitzergreifend. Er will seine Überlegenheit behalten und lügt, weil er keine Konkurrenz duldet. Es ist klar, wo Satan das herhat. Er wollte selbst mit Gott konkurrieren und wurde deswegen aus dem Himmel geworfen.
„Macht, was ihr wollt. Seid frei wie Gott. Für ihn gibt es keine Einschränkungen und er macht, was er will. Und auch für euch sollte es keine geben. Gott schränkt euch nur ein, weil er keine Konkurrenz duldet.“ Der Vater der Lüge brachte auf diese Weise die gesamte Menschheit zu Fall: und zwar ausgehend von der Annahme, dass man Gottes Wort nicht einfach so glauben kann, wie es dasteht. Satan behauptet, dass Gottes Wort uns täuscht, weil Gott wegen seiner Eifersucht unvollkommen ist.
Im Gegensatz dazu vertraute Jesus dem Wort Gottes vollkommen, obwohl er viel entbehren musste und seine göttlichen Vorrechte in seinem Menschsein eingeschränkt waren. Vor allem als er versucht wurde, erklärte er im vollkommenen Vertrauen: „Der Mensch lebt nicht vom Brot allein, sondern von einem jeden Wort, das aus dem Mund Gottes hervorgeht!“
Wir werden nicht im Detail nachvollziehen, wie sich dieser satanische Angriff weiterentwickelte. Aber die Schrift offenbart die Geschichte, die an jenem Tag begann und sich bis zum Ende der Offenbarung fortsetzt. Es ist eine Geschichte endloser Angriffe auf Gottes Wort durch eine unablässige Reihe von falschen Propheten, falschen Lehrern, falschen Aposteln, Lügnern und Betrügern. Und dieser Angriff dauert heute noch an. Es war, ist und bleibt notwendig, die Schrift zu verteidigen, weshalb der Kampf um die Autorität der Bibel in jeder Generation und an jedem Ort geführt wird.
Ich könnte mein eigenes Leben anhand der Schwerpunkte dieser Kämpfe umreißen. Wenn ich meine fast 40 Jahre im Dienst in 10-Jahres-Abschnitten betrachte, dann sehe ich verschiedene Phasen geistlicher Auseinandersetzungen. In den frühen Jahren tobte der Kampf um die Irrtumslosigkeit und die Autorität der Schrift. Zehn Jahre lang war ich Mitglied des Rates für die Irrtumslosigkeit der Bibel, der von Dr. Jim Boice geleitet wurde und dem 100 Theologen angehörten. Wir arbeiteten intensiv daran, Materialien zu verfassen und zu veröffentlichen, die die Autorität und Irrtumslosigkeit der Schrift verteidigten. Daraus entstand die Chicago-Erklärung zur Irrtumslosigkeit der Bibel, die für die Gemeinde historisch gesehen von großer Bedeutung ist.
Nachdem wir mit den Frontalangriffen der Kritiker fertig waren, kamen die charismatische Bewegung und die mystische Bewegung auf. Mit diesen mussten wir uns ebenfalls auseinandersetzen. So war das zweite Jahrzehnt meines Dienstes hier geprägt vom Kampf um die Einzigartigkeit der Schrift. Jeder hatte plötzlich eine neue Offenbarung und ein neues Wort der Weisheit oder der Erkenntnis. Es gab eine regelrechte Flut vermeintlicher Worte von Gott oder Jesus. Die Menschen scheffelten all diese angeblichen Offenbarungen, und wir standen bereit, die Einzigartigkeit der Schrift gegen solche Angriffe zu verteidigen.
Als Nächstes wurde die Schrift von Psychologen und Pragmatikern angegriffen. Sie wollten die Bibel beiseiteschieben und beweisen, dass an bestimmten Stellen menschliche Weisheit notwendig sei, um zur Wahrheit zu gelangen. Die Bibel könne dann dem noch einige geistliche Erkenntnisse hinzufügen. Und in jüngster Zeit wird die Klarheit der Bibel angegriffen. Es wird behauptet, dass sie unverständlich sei und dass es unmöglich sei, sie genau auszulegen. Deshalb könne man bei der Auslegung nicht dogmatisch sein. So folgt ein Angriff dem anderen. Auf diesem Schlachtfeld fanden früher die Kämpfe statt und sie werden weiterhin stattfinden. Und weil im Wort alles geschrieben steht, was wir brauchen, sollten diese Kämpfe ausgefochten werden.
Ich werde heute einige Angriffe auf die Schrift vorstellen, die man einfach kennen muss. Einige davon sind Angriffe aus den eigenen Reihen. Sie kommen von Menschen, die Christen zu sein scheinen und in einigen Fällen auch tatsächlich Christen sind. Sie wurden jedoch in ihrem Verständnis der Schrift getäuscht. Ich nenne ein paar Beispiele dafür.
Vor einigen Jahren erschien ein Artikel in der Jubiläumsausgabe des Modern Reformation Magazine, einer Zeitschrift, die viele Jahre lang den Grundsatz sola scriptura hochhielt. Aber dieser Artikel trug den Titel „Die Unzulänglichkeit der Schrift“. Er wurde von einem Mann namens Gordon geschrieben, der Pastor in der Presbyterianischen Kirche in Amerika (PCA) ist. Das ist eine Denomination, die aus der Presbyterianischen Kirche (U.S.A.) austrat, weil diese liberal geworden war und die Schrift verleugnete. In seinem Artikel argumentiert Gordon, dass die Schrift nicht wirklich so umfassend als Lebensleitfaden diene, wie es die meisten reformierten Christen annehmen. Er greift das Thema Ehe heraus und behauptet, dass die in der Schrift enthaltenen Informationen nicht ausreichen würden, um erfolgreiche Ehen zu führen.
Wörtlich schreibt er: „Die Schrift lehrt uns zwar, dass die Ehe ein lebenslanger Bund ist. Sie reicht aber offensichtlich nicht aus, um die Menschen zu lehren, wie sie dieses Ziel erreichen können. Oh ja, die Schrift enthält einige allgemeine Prinzipien, wie wir sie in Epheser 5 oder in Sprüche 29 finden. Aber trotz aller Diskussionen in der evangelikalen Welt über die Rollen von Mann und Frau brachte diese Debatte offensichtlich keine glücklichen oder erfolgreichen Ehen hervor.“ Dann erklärt er, dass er vor zehn Jahren noch die volle Hinlänglichkeit der Schrift bejaht habe, in Übereinstimmung mit der traditionellen reformierten Position.
Heute weist er darauf hin, dass sich die Verfasser des ersten Kapitels des Westminster Glaubensbekenntnisses differenzierter hätten ausdrücken sollen. Das Westminster Bekenntnis bekräftigt die Hinlänglichkeit der Schrift mit folgenden Worten: „Der ganze Ratschluss Gottes in Bezug auf alles, was zu seiner eigenen Ehre und zum Heil nötig ist, zum Glauben und zum Leben des Menschen, ist entweder ausdrücklich in der Schrift niedergelegt oder kann durch gute und notwendige Schlussfolgerungen aus der Schrift hergeleitet werden.“ So formuliert es das Westminster Glaubensbekenntnis und ist damit seit Jahrhunderten der Maßstab für reformierte Theologie.
Gordon hingegen sagt: „Das Ganze hätte man besser ausdrücken können, wenn die Geistlichen sich in ihrer Aussage deutlicher auf die Bünde bezogen hätten. Sie hätten aufzeigen müssen, dass die Schrift eine hinreichende Orientierung für die verschiedenen Bünde ist, die Gott mit verschiedenen Bundesvölkern geschlossen hat.“ Damit bevorzugt er eine deutlich ungenauere Formulierung. Laut Gordon sollte man nicht behaupten, dass die Schrift in konkreten Fragen hinlänglich sei. Sondern man sollte in sehr allgemeinen und weit gefassten Kategorien über sie sprechen. Insbesondere schlägt er vor, dass man den Ausdruck „zum Glauben und zum Leben“ in einem sehr engen religiösen Sinne auslegen sollte. Seiner Auffassung nach reicht die Bibel zwar für das persönliche Verhältnis zu Gott aus, aber nicht für das alltägliche Leben und die zwischenmenschlichen Beziehungen.
Da fragt man sich doch, was jemanden, der die Ansicht von sola scriptura und der Hinlänglichkeit der Schrift vertrat, dazu brachte, davon abzurücken? Warum bejaht er nicht mehr bedingungslos, dass die Bibel alles enthält, was zur Ehre Gottes notwendig ist, zum Heil des Menschen, zum Glauben und zum Leben? Er selbst sagt, er hätte seine Meinung über die Hinlänglichkeit der Schrift wegen einer Umfrage geändert. Aus dieser Umfrage sei nämlich hervorgegangen, dass die Scheidungsrate unter Evangelikalen etwa gleich hoch oder sogar noch höher sei als unter Nichtchristen. Das heißt er änderte seine Sicht von der Schrift wegen einer Umfrage.
Er schreibt zu diesem Thema: „Die große praktische Angelegenheit, die mein Denken über die Hinlänglichkeit der Schrift beeinflusste, war die Veröffentlichung von einigen Forschungsergebnissen. Diese zeigen, dass die Scheidungsrate unter Evangelikalen ungefähr gleich hoch ist wie in der restlichen Bevölkerung. Wenn wir uns fragen, warum sich Evangelikale genauso häufig scheiden lassen wie Menschen, die die Bibel nicht unbedingt als Quelle für maßgebliche Orientierung anerkennen, dann muss die Antwort in etwa so lauten: Die Schrift lehrt uns zwar, dass die Ehe ein lebenslanger Bund ist. Sie reicht aber offensichtlich nicht aus, um die Menschen zu lehren, wie sie dieses Ziel erreichen können.“
Er geht sogar noch weiter und behauptet, dass der Glaube an die Hinlänglichkeit der Schrift dem Erfolg evangelikaler Ehen sogar im Weg stehen könnte. Er sagt: „Ich würde behaupten, dass die Ehen unserer ungläubigen Freunde unter anderem deshalb genauso oft erfolgreich sind, wie unsere, weil sie sich nie von einem falschen Verständnis der Hinlänglichkeit der Schrift täuschen lassen.“
Die Umfrage, die ihn dazu brachte, seine Theologie über den Haufen zu werfen, stammt aus dem Dezember 1999. Die Überschrift dieser Umfrage lautete: „Unter Christen sind Scheidungen wahrscheinlicher als unter Nichtchristen.“ Ich erinnere mich noch daran, wie diese Umfrage auf meinem Schreibtisch landete. Ich war ziemlich schockiert. Denn es hieß darin, dass 27 Prozent der wiedergeborenen Christen geschieden wurden, verglichen mit 24 Prozent der Nichtchristen.
Aber diese Statistik allein beweist gar nichts. Vielleicht wurden diese Menschen ja auch bereits vor ihrer Bekehrung geschieden? Die Umfrage besagte außerdem, dass die Scheidungsrate unter Atheisten und Agnostikern mit 21 Prozent weit unter dem Durchschnitt liegt. Den 27 Prozent der wiedergeborenen Christen standen also 21 Prozent der Atheisten und Agnostiker gegenüber. Sofort schoss mir die berechtigte Frage durch den Kopf, nach welchen Kriterien bestimmt wurde, wer ein wiedergeborener Christ war? Als ich mich näher mit der Umfrage beschäftigte, wurde deutlich, dass nicht klar war, ob die als wiedergeboren klassifizierten Personen überhaupt eine Gemeinde besuchten.
Sie wurden allein auf Grundlage von zwei Fragen als wiedergeboren eingestuft. Die erste Frage lautete: „Haben Sie jemals eine persönliche Entscheidung für Jesus getroffen, die in Ihrem Leben noch immer von Bedeutung ist?“ Das heißt aber nicht viel. Eine persönliche Entscheidung für Jesus getroffen zu haben, die ihnen immer noch wichtig ist, können auch Katholiken von sich sagen, Mormonen, Zeugen Jehovas und noch viele mehr. Die zweite Frage war eine Multiple-Choice-Frage mit sieben möglichen Antworten, darunter: „Wenn ich sterbe, komme ich in den Himmel, weil … ich meine Sünden bekannt und Jesus Christus als meinen Retter angenommen habe.“
Oberflächlich betrachtet hört sich das gut an. Doch auch das können Katholiken und Mormonen von sich sagen und ebenso alle möglichen Sektierer. Selbst Leute, die die Bedeutung des Todes Christi nicht verstehen, können das sagen. Die Auferstehung wird nicht erwähnt und auch nicht das Wesen Christi, das Wesen Gottes oder das Wesen des Sühnopfers. Aber wenn jemand die erste Frage mit „Ja“ beantwortete, also sagte, dass er sich in irgendeiner Weise persönlich zu Jesus bekannt hat, und dann noch die richtige Multiple-Choice-Kategorie auswählte, wurde er als „wiedergeboren“ eingestuft. Heutzutage ist es aber eine regelrechte Floskel geworden zu sagen, dass man Jesus Christus als persönlichen Retter angenommen hat. Diese zwei Fragen allein können nicht garantieren, dass jemand wirklich wiedergeboren ist.
Befragt man nämlich diese „Wiedergeborenen“ weiter, sagen 45 Prozent, dass Satan kein Lebewesen ist, sondern nur ein Symbol für das Böse. 34 Prozent glauben, dass man sich einen Platz im Himmel verdient, wenn man gut genug ist. Und das sind die Leute, die laut dieser Umfrage als „wiedergeborene Christen“ gelten. 28 Prozent stimmen zu, dass Jesus während seines Lebens auf der Erde sündigte wie jeder andere auch. 15 Prozent der „wiedergeborenen Christen“ behaupten, dass er nach seiner Kreuzigung und seinem Tod nicht leiblich auferstanden sei. 26 Prozent glauben, es sei egal, welcher Religion man angehört, weil sie letztlich alle dasselbe lehren.
All das begann also mit einer Statistik, die besagte, dass sich mehr wiedergeborene Christen scheiden lassen als Atheisten und Agnostiker. Das klingt zunächst schockierend, bis man merkt, dass es sich dabei nur um Menschen handelt, die sich selbst als Christen bezeichnen, sogenannte Namenschristen. Soweit ich weiß, sind das in unserem Land inzwischen mehr als 80 Prozent. Und diese Umfrage brachte einen Mann dazu, sein Vertrauen in die Hinlänglichkeit der Schrift völlig über Bord zu werfen. Das mag merkwürdig erscheinen, aber es passiert heutzutage immer häufiger. Menschen geben die überlieferte, wahre Lehre wegen den absurdesten Gründen auf. Wir sind überhaupt nicht mehr fähig, wirklich zu definieren, was echtes Christsein bedeutet. Darum kann man eigentlich keiner Umfrage trauen, die vorgibt, das zu tun.
All diese Angriffe lassen sich in Kategorien einteilen. Erstens: Sie kommen von Kritikern. Es gibt immer noch Akademiker, die fortwährend die Schrift angreifen. Das geht alles auf den deutschen Liberalismus zurück, auf die Neuere Urkundenhypothese von Graf und Wellhausen, verbunden mit einer Wiederbelebung der Neo-Orthodoxie nach Barth. Dies hinterließ in den großen Denominationen, Hochschulen, Universitäten und Predigerschulen eine Spur der Verwüstung. Dies walzte die Lehre der Inspiration einfach nieder, indem sie völlig unverblümt ablehnt, dass die Schrift von Gott stammt und wahr ist, irrtumslos, inspiriert und autoritativ. Obwohl diese Aussagen über Jahre hinweg immer wieder konfrontiert und bekämpft wurden.
Trotzdem geschieht das auch heute noch auf die absurdesten und dümmsten Arten. Jedes Mal, wenn man im Fernsehen eine Debatte über der Bibel sieht, begegnet man diesen Kritikern. Ich wurde kürzlich vom History Channel kontaktiert und gefragt, ob ich bereit wäre, als regelmäßiger Experte für Bibelthemen aufzutreten. Ich konnte gar nicht schnell genug ablehnen, denn ich will nicht, dass meine Aussagen zerhackt und bearbeitet werden und ich zwischen all die Leute gesteckt werde, die die Schrift leugnen.
Die bekannteste Gruppe, die immer wieder in Interviews und Umfragen bezüglich der Bibel auftaucht, ist das sogenannte „Jesus-Seminar“. Vielleicht hast du schon davon gehört. Das Jesus-Seminar schlich sich in diese fragwürdigen religiösen Zeitungsrubriken ein. Diese Rubriken sollten unbedingt aufgelistet werden als „Orte, die gemieden werden sollten“. Diese selbsternannten Toten und Blinden bestehen aus über 200 Pseudogelehrten. Sie geben sich als weise aus und halten sich für die höchste wissenschaftliche Autorität in Bezug auf Jesus und die Bibel. Dabei sind sie einfach nur Narren.
Ihre Entscheidungen über die Bibel treffen sie per Mehrheitsabstimmung. Dafür haben sie eine eigenartige Methode. Sie nehmen einen Abschnitt der Bibel und stimmen darüber ab. Dabei wirft jeder Teilnehmer für Aussagen, die er für wahrscheinlich authentisch hält, eine rote Glasperle in die Wahlurne. Rot steht also für: vermutlich wahr. Rosa Glasperlen bedeuten, eine Aussage ist möglicherweise authentisch. Graue Glasperlen werden verwendet, wenn sie glauben, Bibelworte wurden von den Jüngern oder von den ersten Christen verändert. Schwarze Glasperlen haben die stärkste Bedeutung. Sie stehen für ein klares „Nein“ und werden für Passagen genutzt, die als völlig erfunden gelten. Oder für Worte, die angeblich von jemand anderem stammen als der Person, die sie laut der Bibel gesprochen hat.
In Bezug auf die Aussagen, die Jesus in den Evangelien zugeschrieben werden, kommen sie mittels dieses Verfahrens zu erstaunlichen Ergebnissen. Die Gruppe beschloss nämlich, dass nur 31 der über 700 Aussagen Jesu wirklich echt seien. Zudem sind 16 dieser 31 Aussagen doppelt vorhanden, da sie in parallelen Passagen vorkommen. Mehr als die Hälfte der Aussagen Jesu erhielt die gefürchtete schwarze Glasperle. Insgesamt verwarf das Gremium 80 Prozent der Worte, die die Schrift Jesus zuschreibt. Zu den abgelehnten Textstellen gehört Matthäus 5,11: „Glückselig seid ihr, wenn sie euch schmähen und verfolgen und lügnerisch jegliches böse Wort gegen euch reden um meinetwillen!“. Ebenso verwarfen sie Markus 10,32-34, wo Jesus seine Kreuzigung voraussagt.
Sie lehnten alle apokalyptischen Abschnitte ab und somit alle Aussagen über die Zukunft. Im Johannesevangelium verwarfen sie alles, mit Ausnahme eines Verses, nämlich Johannes 4,44. Dieser Vers erhielt eine rosa Glasperle. Dort heißt es, „dass ein Prophet in seinem eigenen Vaterland nicht geachtet wird.“ Robert Funk, der Gründer des Seminars meint, die meisten etablierten Gelehrten würden der Ablehnung des Johannesevangeliums zustimmen. Seine Begründung lautet: „Jesus sprach üblicherweise in Sprichwörtern, Aphorismen und Gleichnissen. Oder er gab geistreiche Erwiderungen in Dialogen und Debatten. Es ist offensichtlich, dass er keine langen Monologe hielt, wie sie im Johannesevangelium vorkommen.“ Zitatende. Man fragt sich unweigerlich, woher er das so genau wissen will. Auf diese Weise wird weiterhin fauliges Treibgut aus dem Schiffswrack der liberalen Theologie an Land gespült.
Das, was ich gerade von dem Jesus-Seminar zitierte, erwähnte ich in einem Buch, das ich vor einer Weile schrieb. Die Mitglieder des Jesus-Seminars und die Vertreter der liberalen Theologie waren die radikalen Demonstranten der Studentenbewegung der 60er Jahre. Mittlerweile haben sie sich in die mittleren Führungsebenen hochgearbeitet und steigen mehr und mehr in die obersten Managementpositionen der Universitätslandschaft auf. Ihr ideologisches Glaubensbekenntnis wurde mittlerweile in den meisten akademischen Kreisen zum Prüfstein der Orthodoxie.
Von den Dozenten wird erwartet, dass sie im Gleichschritt hinter ihnen hermarschieren. Wer das nicht tut, riskiert, seine Anstellung in einer theologischen, philosophischen oder soziologischen Fakultät zu verlieren. Diese Liberalen haben ein paar heilige und unantastbare Dogmen wie die Gleichberechtigung der Frauen, Homosexualität als alternativen Lebensstil, Umweltaktivismus, Tierrechte, Quotenregelungen für ethnische Gruppen, eine kompromisslose Anti-Kriegshaltung und vieles mehr. Und sie zensieren jeden, der irgendetwas davon infrage stellt, vor allem und besonders Jesus.
Ein Blick auf die Entscheidungen des Gremiums genügt, um ihre wahre Agenda zu erkennen. Rote Glasperlen erhielten die Gleichnisse vom barmherzigen Samariter, vom ungerechten Verwalter (ELB), vom Senfkorn, Stellen, die Reiche kritisieren, Gebote der Feindesliebe und Aufforderungen an die Jünger, einander zu lieben.
Sie akzeptieren es, den Armen, den Niedergeschlagenen und den Geringen zu helfen. Aber Stellen, die zur Umkehr aufrufen, die Jesu Gottheit bekräftigen, die die Jünger aufrufen sein Kreuz auf sich zu nehmen, oder Stellen, die über die Notwendigkeit der Erlösung sowie der Wiedergeburt sprechen, werden buchstäblich „geschwärzt“. Und sie sind immer noch nicht fertig. Sie werden weiterhin Gottes Wort angreifen und ihre Theorien überall dort verbreiten, wo sie ein offenes Ohr finden. Dies ist nur ein Beispiel für den Angriff von Liberalen auf die Bibel. Man könnte noch viel mehr dazu sagen, aber ich möchte fortfahren.
Wir könnten über Die Neue Paulus-Perspektive sprechen, die das neutestamentliche Verständnis der Rechtfertigung angreift. Wir könnten über die Lehre der sogenannten Offenheit Gottes sprechen, die das Wesen Gottes selbst angreift. Vielleicht sollte ich dazu ein paar Worte sagen. Der Offene Theismus ist ein neues Anliegen der liberalen Agenda und leugnet, dass Gott die Zukunft genau kennt und lenkt. Offener Theismus ist die Vorstellung, dass Gott offen für die Zukunft sei. Er habe keine Ahnung, was die Zukunft bringe. Deshalb würde er nur versuchen, auf das zu reagieren, was vor sich gehe. Er hätte genauso wenig Vorwissen über irgendetwas wie du und ich, weil es noch nicht passiert sei und er es deshalb nicht wissen könne.
Bis die Menschen ihre Entscheidungen träfen, wisse er nicht, was geschehen würde. Und weil er die Entscheidungen nicht im Voraus kenne, würde er nur wie ein äußerst geschickter Schachspieler auf unsere Züge reagieren. Dabei tue er sein Bestes, um seinen Willen durchzusetzen. Dies ist eine überaus beliebte und wachsende Sichtweise. Sie fand sogar Eingang in die sogenannte „Evangelical Theological Society“, die bisher nicht bereit war, Menschen mit dieser Ansicht auszuschließen.
Dabei greift diese Lehre das Wesen Gottes. Diese Lehre greift seine Gottheit selbst an. Sie behauptet, Gott sei nicht so, wie er es sagt. Er würde nicht die Wahrheit über sich selbst sprechen, wenn er sagt, dass er das Ende vom Anfang her kennt. Deshalb sei Gott ein Lügner. Und so wiederholt sich genau das, was wir bereits im Garten Eden gesehen haben. Jeder Angriff dieser Kritiker, der irgendeinen Teil der Schrift leugnet, ist ein Kampf, den wir führen müssen, und ein Punkt, an dem wir die Autorität der Schrift verteidigen müssen.
Aber nicht nur Kritiker greifen die Schrift an, sondern auch Kultanhänger wie z. B. Mormonen, Zeugen Jehovas, Christliche Wissenschaft, Theosophie, Unitarismus, bis hin zu bizarren und seltsamen kleineren Kulten. Sie alle lehnen Gottes Wort und seine korrekte Auslegung ab. Stattdessen wollen sie der Bibel die Schriften irgendwelcher Personen oder Engel hinzufügen. Sei es Joseph Smith bei den Mormonen, sei es in der Christlichen Wissenschaft Mary Baker, Eddy Patterson, Glover Frye. Oder sei es Richter Joseph Rutherford von den Zeugen Jehovas, oder die Theosophin Annie Besant. Unablässig greifen sie Gottes Wort mit ihren eigenen Schriften an, die die Schrift verdrehen und von Satan selbst verfasst wurden.
Dann gibt es Angriffe, die ich den Charismatikern zuschreiben würde. Ich weiß, dass das manchen von uns schwer fällt zu hören. Aber wenn man behauptet, die Schrift sei nicht das Ende der Offenbarung und dies sei nicht alles, was Gott gesagt habe, dann greift man damit letztendlich die Schrift an. Wenn man meint, Gott würde neue Offenbarungen oder Visionen geben, ist das ein Angriff auf die Schrift. Sie rechnen mit Stimmen aus dem Himmel, Reisen in den Himmel oder in die Hölle, oder sie haben extreme subjektive oder intuitive mystische Interpretationen.
Dabei ist es für uns so wichtig zu verstehen, dass wir keine weitere Offenbarung von Gott haben als das, was in der Schrift steht. Ich wiederhole es nochmal: Wir haben heute keine weitere Offenbarung von Gott als das, was in der Schrift steht. Man hört heute sogar Leute sagen: „Hör auf die Stimme Gottes.“ „Übe dich darin, Gottes Stimme zu hören.“ Aber das ist nicht nur lächerlich, sondern auch gefährlich. Wenn du wirklich Gottes Stimme hören willst, dann schlag deine Bibel auf und lies, was Gott dort gesagt hat. Wir haben gesehen, dass Angriffe von Kritikern kommen, von Kultanhängern und von Charismatikern.
Es gibt einen vierten Angriff, den ich der Vollständigkeit halber nur kurz erwähnen möchte. Das ist der Angriff, der von der Gesellschaft ausgeht. Wir leben in einer Zeit, in der der die Gesellschaft der Gemeinde vorschreibt, was die Bibel sagen darf. Ein gutes Beispiel dafür ist die Veröffentlichung der Today's New International Version (TNIV) vom Zondervan-Verlag. Die TNIV-Bibel zeichnet sich durch ihre Anpassung an die feministische Bewegung aus. Um sie mit dem heutigen feministischen Egalitarismus vereinbar zu machen, wurde Gottes Wort darin abgeändert.
Und das ist nur eine von vielen Bibelausgaben, in denen so etwas getan wurde. Aber man darf Gottes Wort weder verdrehen, noch verändern, ausschmücken oder abschwächen, um es den kulturellen Erwartungen anzupassen. Doch genau das geschieht an der entscheidendsten Stelle, wenn es um eine Bibelübersetzung an sich geht.
Der Übersetzer einer Bibel hat eine einzige Verantwortung. Er nimmt das Wort und übersetzt es aus dem ursprünglichen Hebräisch oder an wenigen Stellen auch Aramäisch des Alten Testamentes. Oder er übersetzt es aus dem Griechischen des Neuen Testaments. Dabei sucht er die genaueste mögliche Übersetzung in der Zielsprache und das war‘s. Er verändert nicht einfach das Wort, weil er glaubt, dass die Gesellschaft es anders gesagt haben möchte. Das ist keine richtige und saubere Übersetzung. Erst recht darf man die Bibel nicht an sündige kulturelle Haltungen, Erwartungen oder Forderungen anpassen. Das ist das Schlimmste, was man überhaupt tun kann.
Wir dürfen also nicht zulassen, dass die Gesellschaft bestimmt, wie wir die Bibel übersetzen oder auslegen. Ich las kürzlich im Buch eines Vertreters der Emerging Church, dass ihm die Frage gestellt wurde: „Nehmt ihr Homosexuelle in eure Gemeinde als Mitglieder auf?“ Seine Antwort lautete: „Na klar, bei uns gibt es auch Leute, die übergewichtig sind und Leute, die Schokolade mögen.“ Er stellt also Homosexualität auf die gleiche Stufe wie Übergewicht oder eine Vorliebe für Schokolade. Damit will er die Gemeinde und die Bibel in gesellschaftlich akzeptablen Begriffen neu definieren.
Wir stehen also in der Gefahr die Schrift zu verdrehen und zu untergraben, weil die Gesellschaft bestimmte Anforderungen an uns stellt, und wir geneigt sind diese zu erfüllen. In diesem Zusammenhang möchte ich kurz etwas erwähnen, das ich schon mit den Männern im Predigerseminar besprochen habe und letztes Jahr auch mit den Studenten. In der neuen Emerging Church-Bewegung geht der Trend dahin zu behaupten, dass die Bibel nicht eindeutig sei.
Das passt natürlich hervorragend in den kulturellen Zeitgeist. Es ist sehr bequem, wie Brian McLaren zu sagen: „Wir glauben der Bibel ja, wir lieben die Bibel, aber seien wir ehrlich – sie ist nicht eindeutig. Wir können nicht wirklich wissen, was sie mit dem meint, was sie sagt. Wir können nicht dogmatisch sein. Wir können nicht einmal sicher sein, dass wir sie richtig auslegen. Sie ist ein uraltes Buch. Es gibt viele verschiedene Auslegungen. Niemand kann je behaupten, dass er sie richtig verstanden hat. Bisher hat es niemand richtig verstanden und ich habe es auch nicht richtig verstanden – und wir sollten niemandem erlauben zu behaupten, dass er die Bibel richtig verstanden hat.“ Das ist das größtmögliche Zugeständnis an unsere Kultur.
Denn dann kann man sagen: „Nun, die Bibel ist wahr, und Gott hat uns die Bibel gegeben, aber wir haben überhaupt keine Ahnung, was sie bedeutet.“ Es gibt tatsächlich Menschen, die so etwas sagen. Ein weiterer bekannter Evangelikaler, der seine Sichtweise geändert hat, sagt, ich zitiere: „Gewissheit ist oft Götzendienst. Ich war gezwungen, meine Gewissheit aufzugeben. Wenn es eine Grundlage für die christliche Theologie gibt, dann ist sie nicht in der Schrift zu finden. Theologie muss ein demütiger menschlicher Versuch sein, Gott zu hören. Sie darf niemals ein rationaler Umgang mit Texten sein.“ Man kann laut ihm also nicht einfach den Text lesen, den Verstand benutzen und so zur Wahrheit gelangen. Sondern man muss „viel demütiger“ sein. Theologie sei nur ein bescheidener, menschlicher Versuch. Eine Grundlage für die christliche Theologie könne man in der Schrift nicht finden, weil sie nicht klar verständlich sei.
Brian McClaren sagt: „Klarheit wird manchmal überbewertet.“ Und Lesslie Newbigin formuliert es so: „Beim Evangelium geht es nicht um Gewissheiten.“ Und dann gibt es Autoren wie den Engländer N.T. Wright, der viele Bücher über die Bibel schreibt und dabei im Grunde neue Wege erfindet, alles neu zu verstehen. Ganz so, als ob alle anderen es bisher immer nur falsch verstanden hätten. Da fragt man sich: „Wenn sich alle anderen irren und auch schon im Laufe der Geschichte alle immer falsch lagen, warum sollte dann ausgerechnet er jetzt richtig liegen?“ Genau diese Haltung verstärkt jedoch wiederum das Denken, dass wir die Wahrheit niemals wirklich klar erkennen könnten.
Aber man muss verstehen, dass Gottes Wort für sich selbst Klarheit beansprucht. In Römer 1 und 2 heißt es sinngemäß: Der Sünder wird zur Rechenschaft gezogen für die Offenbarung Gottes in der Schöpfung und im Gesetz, das in sein Herz und sein Gewissen geschrieben ist. Wenn er die Offenbarung Gottes in der Schöpfung und seinem Gewissen ablehnt, dann ist er schuldig und nicht zu entschuldigen. Und wenn er dafür nicht zu entschuldigen ist, dann ist er erst recht ohne Entschuldigung, wenn er die Offenbarung ablehnt, die Gott in seinem Wort niedergeschrieben hat. Der Sünder ist verantwortlich. Darin ist die Schrift klar und eindeutig.
Die Schrift muss klar sein, weil Gott, ihr Autor, der Schöpfer, Erlöser und Richter, klar und deutlich spricht. Sonst könnte er seine Erlösung nicht bewirken. Wenn er nicht klar und deutlich sprechen würde, könnten die Menschen nicht wissen, was sie glauben und wie sie reagieren sollen. Wenn er nicht klar und deutlich sprechen würde, könnten sie weder von der Erlösung noch vom kommenden Gericht wissen. Sie könnten nicht von Himmel und Hölle wissen und auch nicht, was Sünde oder was Gerechtigkeit ist. Aber sie müssen es wissen und sie werden dafür sogar zur Rechenschaft gezogen.
Die Bedeutung der Schrift lässt sich durch logischen Verstand und anhand des Wortsinns erkennen. Es gibt keine verborgenen, indirekten, mysteriösen Bedeutungen. Die Schrift wird überall als Licht bezeichnet. Sie ist sogar Licht für diejenigen, die sie ablehnen. Johannes 3 sagt, dass diese das Licht hassen und davor fliehen, weil es hell ist. Die Schrift ist zudem nicht nur deshalb klar, weil sie in sich selbst klar ist und für den vernunftbegabten Verstand verständlich ist, sondern weil Gottes Geist sie erhellt. Der Geist schenkt Gnade und macht das Unverständliche für den verständlich, an dem er wirkt.
Ich möchte kurz veranschaulichen, wie klar die Schrift ist. Das Alte Testament erscheint manchen vielleicht etwas unklar. Trotzdem ist aber sehr deutlich, dass Gott schon immer die Menschen für das zur Rechenschaft zieht, was darin offenbart wurde. Jesus selbst sagte zum Beispiel in seinen Gesprächen und Auseinandersetzungen mit den Juden niemals: „Ich verstehe eure Verwirrung. Das Alte Testament ist wirklich schwer verständlich. Es ist sehr kompliziert und oft unklar.“ Das war nie der Fall, dass er etwas derartiges sagte.
Sondern er sprach zu Menschen des ersten Jahrhunderts, die 1.000 Jahre nach David, 1.500 Jahre nach Mose und 2.000 Jahre nach Abraham lebten. Und dennoch setzte Jesus voraus, dass sie das Alte Testament lasen und richtig auslegen konnten. Wenn es Menschen unmöglich wäre, die Schrift zu verstehen, weil sie 1.000 Jahre später lebten, dann könnte man erwarten, dass Jesus etwas wie folgt sagen würde: „Ich verstehe nun, woher eure Probleme kommen“. Das tun manche Gelehrte von heute: sie behaupten, dass wir die Bibel 2.000 Jahre nach der Abfassung des Neuen Testaments nicht mehr wirklich verstehen könnten.
Aber Jesus sagte das nie. Egal, ob er zu Gelehrten, Pharisäern und Schriftgelehrten oder zu einfachen Menschen sprach. Er ging immer davon aus, dass sie selbst schuld waren, wenn sie irgendeine Lehre der Schrift missverstanden. Immer wieder fragte er sie: „Habt ihr nicht gelesen? Habt ihr die Schriften nie gelesen?“ Er sagte zu ihnen: „Ihr irrt, weil ihr weder die Schriften kennt noch die Kraft Gottes. Euer Problem ist, dass ihr die Schriften nicht erforscht. Sie sind es, die von mir Zeugnis geben.“
Würdest du auch so weit gehen, und zustimmen, dass die Schrift selbst für unkundige Heiden zu verstehen ist? Paulus schreibt in 1. Korinther 10 an die Korinther: Die Schriften des Alten Testaments wurden sogar uns Heiden zur Unterweisung gegeben. Und als der Herr in Lukas 24 auf dem Weg nach Emmaus war, öffnete er das Alte Testament, das Gesetz der Propheten und die heiligen Schriften. Und er erklärte ihnen das, was sich auf ihn bezieht. Das waren Dinge, die sie eigentlich schon hätten verstehen müssen.
Nun denke auch an die neutestamentlichen Briefe. Du denkst vielleicht: „Aber das Neue Testament ist wirklich schwer zu verstehen.“ Ist das so? Die Briefe des Neuen Testaments wurden weder an Theologen geschrieben noch an Gemeindeleiter oder Studenten. Sondern sie wurden an ganze Gemeinden geschrieben, an die Gemeinde Gottes in Korinth, an die Gemeinden in Galatien, an alle Heiligen in Christus Jesus in Philippi und so weiter. Die Empfänger waren immer die Gemeinden und damit die einfachsten Gläubigen. Es waren Menschen, die gerade erst zum Glauben an Jesus Christus gekommen waren.
Trotzdem setzt Paulus in jedem seiner Briefe voraus, dass seine Zuhörer genau verstehen, was er schreibt. Auch Petrus, auch Jakobus, auch Johannes und Judas tun das. In Kolosser 4,16 sagt Paulus zum Beispiel: Wenn der Brief bei euch vorgelesen worden ist, so sorgt dafür, dass er auch in der Gemeinde von Laodizea gelesen wird, und dass ihr auch den Brief aus Laodizea lest. Die Briefe sollten in allen Gemeinden vorgelesen und dann weitergegeben werden. Die neutestamentlichen Briefe wurden an Gemeinden geschrieben, die überwiegend aus Heidenchristen bestanden. Diese kamen direkt aus dem Heidentum und kannten das Alte Testament überhaupt nicht. Trotzdem hatten sie die Verantwortung, zu verstehen und zu gehorchen.
Somit wurden auch die Heidenchristen des ersten Jahrhunderts dafür zur Rechenschaft gezogen, dass sie das Neue Testament auf der Grundlage des Alten Testaments verstanden. Die Schrift wird immer wieder und unerbittlich von allen Seiten angegriffen, sei es von Kritikern, Sektierern oder Charismatikern, die ihr etwas hinzufügen wollen, oder von der Gesellschaft.
Ich könnte auch noch andere willkürliche und alberne Angriffe dazuzählen, wie z. B. die Bibelcodes. Einmal war ich in eine Radiosendung eingeladen und jemand fragte mich: „Was halten Sie von Bibelcodes?“ Ich antwortete ihm: „Man sollte lieber vorsichtig sein, wenn man behauptet, Gott habe etwas gesagt, was er nicht gesagt hat. Denn dafür verurteilt Gott Irrlehrer.“ Es ist klar, was Gott in der Bibel gesagt hat. Aber man ist meilenweit von der Offenbarung Gottes entfernt, wenn man mithilfe eines Computers ein Akrostichon entdeckt und dann glaubt, man müsste in eine Richtung diagonal nach oben lesen und in die andere runter, um so Gottes Botschaft zu finden, dass Gandhi im Oktober 1984 sterben würde. Menschen fanden dieselbe Botschaft sogar auch in Moby Dick.
Und schließlich gibt es immer wieder Angriffe auf die Schrift durch fleischliche Weisheit. Die Menschen lesen die Bibel und sagen: „Das ist doch nicht annehmbar. Mir gefällt die Lehre der Erwählung nicht oder mir gefällt die Lehre der ewigen Bestrafung nicht. Ich werde mich einfach über Gott hinwegsetzen.“ Das sind Angriffe der fleischlichen Weisheit, die sagt: „Das kann ich nicht akzeptieren.” Das ist gefährliches Terrain. Aber wir beugen unsere Knie vollständig vor Gottes Wort. Wir verteidigen es, indem wir es hochhalten und es sich selbst verteidigen lassen. Und genau das werden wir ab nächstem Sonntagabend tun. Wir werden all diese negativen Angriffe und die daraus folgenden Probleme hinter uns lassen. Stattdessen werden wir uns ansehen, wie die Bibel ihre eigene Autorität erhebt. Das reicht für heute Abend. Lasst uns beten.
Vater, wir danken dir für dein Wort. Wir studieren es schon seit sehr vielen Jahren und jedes Mal bestätigt es sich selbst. Es ist lebendig, kraftvoll, rein, wahr und durchdringend. Es zerstört jene, die es verwerfen. Es erbaut jene, die es annehmen. Es ist das lebendige Wort. Wir danken dir für dein Wort. Wir setzen all unsere Hoffnung darauf, und unser ganzer Glaube beruht auf seiner Wahrheit. Mögen wir nicht nur Verteidiger, sondern auch Verkünder seiner herrlichen Wahrheit sein, und mögen wir ihm gehorsam sein.
Wir danken dir für den Schatz, den wir darin haben. Wir danken dir, dass seine Schatzkammer unerschöpflich ist. Danke, dass sein grenzenloser Reichtum denen immer zur Verfügung steht, die es betend aufschlagen und sorgfältig studieren. Wir danken dir für das Wort. Wir beten, dass in dieser Zeit, in der so viele dein Wort angreifen, eine große Bewegung entsteht, die es wieder hochhält. In Psalm 138,2 heißt es: „Du hast dein Wort groß gemacht über all deinen Ruhm hinaus.“ Und wir tun dasselbe. Wir sind dankbar dafür, denn durch das Wort wissen wir alles, was du uns wissen lassen willst. Wir wissen alles, was wir wissen müssen, um dir die Ehre geben zu können. Dafür bringen wir dir unser Lob im Namen Jesu. Amen.
ENDE
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