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Der Sommer und mit ihm die Urlaubszeit werden erst in ein paar Wochen zu Ende gehen. Weil viele noch weg sind, habe ich eine kleine Serie über Gott und Satan eingeschoben, bevor wir dann mit dem 2. und 3. Johannesbrief beginnen. An den folgenden Sonntagabenden werden wir uns also mit Satans Wesen befassen. Das heutige Thema lautet: Satan: Wer und wie ist er? Es ist sehr wichtig, dass wir ein richtiges Verständnis von Satan haben. Ich kann mich daran erinnern, was wir im College beim Football gemacht haben. Vor einem wichtigen Spiel ließen wir die Leute aus der dritten oder vierten Mannschaft so aussehen und spielen, wie wir es von unserem Gegner erwarten würden. Und dann übten wir gegen unsere eigenen Kameraden. So lernten wir den Feind besser kennen und verstehen.

Vorhersagen zu können, was der Gegner tun wird, ist sehr wichtig. Die Verfeinerungen der Methoden im Profifußball und sogar im Collegefußball sind auf Computerwissenschaft reduziert worden. Und fast immer kann der Computer genau vorhersagen, was der Gegner tun wird. Er weiß, wie oft ein bestimmtes Team einen bestimmten Spielzug zu einem bestimmten Zeitpunkt im Spiel an einer bestimmten Yard-Linie bei einem bestimmten Down durchführt. Der Computer sagt ihnen, was ihr Gegner tun wird, und darum haben sie alles schon vorher geplant. Das Einzige, was dann wirklich noch eine Rolle spielt, ist das menschliche Versagen. Das ist gerade in der Leichtathletik so. Wenn ein Boxer sich auf einen Kampf vorbereitet, lernt er vorher, wo die Schwachstelle seines Gegners liegt, und greift dort an. Das gilt für alles, was wir im Wettbewerb oder im Kampf gegen einen Feind tun.

Dasselbe gilt auch für den Bereich des Geistlichen. Wenn wir wissen wollen, wie wir am besten den Sieg erringen können, sollten wir unseren Feind gut kennen. Je besser wir unseren Feind verstehen, desto besser verstehen wir seine Schwächen, und das wollen wir tun, indem wir uns Satan ansehen. Gewiss nicht, um ihn zu verherrlichen, sondern um ihn zu entlarven, damit wir ihn als den verdorbenen und besiegten Charakter erkennen, der er eigentlich ist. Wir alle kennen den Schöpfungsbericht in 1. Mose 1 und 2. „Im Anfang schuf Gott die Himmel und Erde. Die Erde aber war wüst und leer, und es lag Finsternis auf der Tiefe; und der Geist Gottes schwebte über den Wassern.“ Und so begann die Schöpfung. Dessen sind wir uns alle bewusst.

Es gab bereits lebende Wesen im Universum. „Wer waren sie?“ Schlag in deiner Bibel Hiob 38 auf, und lass uns herausfinden, wer dabei war, als Gott die Welt erschuf - Hiob 38,4. Hier macht der Herr einige interessante Aussagen gegenüber Hiob. In Hiob 38,4, sagt er: „Wo warst du, als ich den Grund der Erde legte? Sprich es aus, wenn du Bescheid weißt!“ Wir schließen daraus natürlich, dass Hiob nirgendwo war. Hiob hat keine Antwort, weil Hiob nicht da war, um zuzuschauen. „Wo warst du,“ Hiob, „als ich den Grund der Erde legte?“ Du warst nirgends. „Wer hat ihre Maße bestimmt? Weißt du das? Oder wer hat die Messschnur über sie ausgespannt? Worin wurden ihre Grundpfeiler eingesenkt, oder wer hat ihren Eckstein gelegt, ...?“ Hiob, erzähle mir den Prozess der Schöpfung. Warst du dabei? Nein, das war er natürlich nicht. Vers 7: Wo warst du, „als die Morgensterne miteinander jauchzten und alle Söhne Gottes jubelten?“ Schau dir das an: Gott spricht von Morgensternen, die zusammen singen, und alle Söhne Gottes, die vor Freude jubeln, während der Schöpfung. Siehst du das?

Wo warst du, als ich erschuf? Wo warst du, „als die Morgensterne sangen und die Söhne Gottes jubelten?“ In diesem Fall können die Morgensterne keine echten Sterne sein. Was sind sie dann? Sie sind die Söhne Gottes. Wer sind die Söhne Gottes? Engel. Aus diesem Text können wir schließen, dass die Engel bereits erschaffen waren, als Gott die Welt schuf. Engel werden in Hiob 1,6 ben haElohim genannt. Das bedeutet Söhne Gottes. Ebenfalls in Hiob 2,1 und hier in Hiob 38,7. Und wie wir heute Morgen gesehen haben, ist die Bezeichnung „Söhne Gottes“ für diejenigen reserviert, die durch einen direkten Akt Gottes geschaffen wurden. Wir wissen nicht, wann die Engel erschaffen wurden. Aber ich denke, man kann mit Sicherheit sagen, dass es sie schon gab, als die Welt erschaffen wurde. Wir wissen nicht, wie lange es sie schon gab, denn darüber schweigt die Bibel. Aber das Wichtige ist, dass sie da waren.

In Kolosser 1 heißt es: „Denn in ihm ist alles erschaffen worden, was im Himmel und was auf Erden ist, das Sichtbare und das Unsichtbare, seien es Throne oder Herrschaften oder Fürstentümer oder Gewalten: Alles ist durch ihn und für ihn geschaffen.“ Beachte bitte: Throne, Herrschaften, Fürstentümer und Gewalten sind allesamt Titel für Engel. Das sind alles Ränge der Engelwesen. In Kolosser 1,16 heißt es, dass Gott die Engel geschaffen hat. Das ist ein aoristisches Verb, was bedeutet, dass Gott die Engel zu einem bestimmten Zeitpunkt in der Vergangenheit geschaffen hat. Das Wort Gottes macht deutlich, dass alle Engel zur gleichen Zeit erschaffen wurden. Sie alle wurden durch einen direkten Akt Gottes erschaffen. Es war in der Tat sein Wort, das sie schuf. Sein Wort hat alles erschaffen, und bei den Engeln ist es nicht anders.

In Psalm 148,2, heißt es: „Lobt ihn, alle seine Engel. Lobt ihn, alle seine Heerscharen! Lobt ihn, Sonne und Mond; lobt ihn, alle leuchtenden Sterne! Lobt ihn, ihr Himmel der Himmel und ihr Wasser oben am Himmel! Sie sollen loben den Namen des Herrn; denn er gebot, und sie wurden erschaffen“. Alles, einschließlich der Engel, soll Gott preisen, denn sie wurden auf seinen Befehl hin geschaffen. Und so wie Gott in 1.Mose alles erschaffen hat, so hat er auch alle Engel erschaffen. Vielleicht denkst du: „Woher weißt du, dass er nicht ein paar Engel erschaffen hat, die sich dann fortpflanzten?“ Weil Engel das nicht können; Engel pflanzen sich nicht fort. „Woher willst du das wissen?“

Das steht in Matthäus 22,28. Dort heißt es: „Wem von den Sieben wird sie nun in der Auferstehung als Frau angehören?“ Wie du weißt, geht es hier um einen Mann, der stirbt und sein Bruder soll die Frau des Verstorbenen zur Frau nehmen. Wenn sein Bruder nicht verheiratet ist, soll er die Frau seines verstorbenen Bruders heiraten und die Familie weiterführen. Der Ehemann stirbt, sein Bruder heiratet die Frau, und dann stirbt er, und der nächste Bruder nimmt sie zur Frau; und so verschleißt sie sieben Brüder. Und dem Herrn wird die Frage gestellt: „Wem von den Sieben wird sie nun in der Auferstehung als Frau angehören?“ Natürlich ist das ohnehin eine bizarre Situation: Wenn man beim dritten oder vierten Bruder angelangt ist, wird man schon ein wenig misstrauisch, wenn alle Männer nacheinander verschwinden. Aber für den Fall, dass sie mit allen 7 Brüdern verheiratet war, stellen die Sadduzäer Jesus diese Frage. Damit wollen sie ihm ein Bein stellen, weil sie nicht an die Auferstehung glauben: „Wessen Frau ist sie, wenn sie in die Auferstehung kommen?“

„Aber Jesus antwortete und sprach zu ihnen:“, Vers 29, „ihr irrt, weil ihr weder die Schriften noch die Kraft Gottes kennt. Denn in der Auferstehung heiraten sie nicht, noch werden sie verheiratet, sondern sie sind wie die Engel Gottes im Himmel.“ Engel heiraten nicht, und sie pflanzen sich nicht fort. Sie alle wurden durch ein einziges gesprochenes Wort Gottes während der Schöpfung erschaffen. Sehr wahrscheinlich vor der Erschaffung der Welt, denn die jauchzen und jubeln dabei. Sie müssen ein toller Chor gewesen sein. Sie wurden zu dem Zweck geschaffen, Gott zu dienen und ihn zu verherrlichen. Zu diesem Zweck sind alle Engel geschaffen worden. Merke dir zwei Dinge: Sie sollen Gott dienen und ihn verherrlichen; ihn loben und ihm gehorchen. Und wenn du die Offenbarung des Johannes liest, wirst du in Kapitel 4 feststellen, dass sie genau das tun. Sie preisen ihn. Wenn du Hebräer 1 liest, wirst du feststellen, dass sie genau das tun: Sie dienen Gott. Engel werden in Hebräer 1 „dienstbare Geister“ genannt. Das Wort bedeutet „dienen“. Sie dienen den Absichten Gottes, indem sie seinen Auftrag ausführen; und die Engel ehren, preisen und verherrlichen ihn.

Nun ist es interessant, darüber zu spekulieren, wie viele Engel es gibt. Und ich versuche nicht, auf die alte theologische Frage zurückzukommen: „Wie viele Engel kann Gott auf einen Stecknadelkopf packen?“ Das ist natürlich völlig irrelevant. Sondern es ist interessant sich einmal vorzustellen, wie viele Engel es wirklich gibt. Jesus sagte kurz vor seiner Kreuzigung, dass er, wenn er wollte, 12 Legionen Engel rufen könnte. Eine römische Legion bestand aus etwa 6.000 Mann. Nun, ein Engel hätte ausgereicht, gar keine Frage. Im Alten Testament erschlug ein einziger Engel 185.000 Menschen; man braucht also wirklich nicht viele von ihnen. Ist das die gesamte Anzahl der Engel? 12 mal 6.000? In der Bibel heißt es in Offenbarung 5,11: „Und ich sah, und ich hörte eine Stimme von vielen Engeln rings um den Thron und um die lebendigen Wesen und die Ältesten; und ihre Zahl war zehntausendmal zehntausend und tausendmal tausend.“ Johannes versucht hier nicht präzise zu sein, sondern eher ungenau. Damit will er einfach aufzeigen, dass ihre Anzahl jenseits der Fähigkeit zu zählen liegt.

In Hebräer 12,22 heißt es: „ihr seid gekommen zu dem Berg Zion und zu der Stadt des lebendigen Gottes, dem himmlischen Jerusalem“ - hör gut zu – „und zu einer unzähligen Schar von Engeln“. Weißt du nun, wie viele Engel es gibt? Es gibt zu viele, um sie zu zählen. „Gibt es Milliarden von ihnen?“ Einige glauben, dass sie der Anzahl der Sterne entsprechen, weil sie Sterne genannt werden. Wie viele Sterne gibt es? Frag mich nicht, es gibt Milliarden von ihnen. Andere sind davon ausgegangen, dass es für jeden Menschen, der jemals gelebt hat, einen Engel gibt, weil unser Herr mit dem Begriff „seinem Engel“ scheinbar darauf anspielt, dass jeder Mensch einen Engel habe. Ich bin mir nicht ganz sicher, ob das stimmt. Denn ein Engel hätte nur 60 Jahre oder so etwas zu tun, und dann würde er für den Rest der Zeit in Rente gehen.

Der ganze Punkt ist, dass es Engel gibt, und zwar viele Engel. Es gibt zu viele Engel, als dass man sie zählen könnte. Als Gott die Engel erschuf, hat er sie zahlreich erschaffen. Das war ein gewaltiger Akt. Weißt du, wir stellen uns die Schöpfung oft sehr einfach vor: Gott machte den Menschen. Punkt. Er nahm einfach ein bisschen Dreck und knetete ihn irgendwie zusammen. Nun, wenn du über die unermessliche Weite der Schöpfung nachdenken willst, dann stell dir einfach vor, dass Gott ein Wort spricht und augenblicklich Milliarden von Wesen ins Leben gerufen werden. Sie alle sind schön, sie alle sind weise, sie alle sind mächtig, sie alle verherrlichen ihn und dienen ihm. Und er rief sie mit einem unausgesprochenen Gedanken ins Leben.

Nun sagst du vielleicht: „Irgendwann vor 1. Mose 3 ist etwas passiert, das diese Engel in Unordnung gebracht hat. Denn einer von ihnen ist wirklich durcheinander. Er schleicht im Garten herum wie eine Schlange.“ Du hast Recht. Weißt du, was passiert ist? Die Engel sind gefallen. Es geschah eine Tragödie - eine große Gruppe von Engeln rebellierte im Himmel. Eine der schwierigsten Fragen in der gesamten Theologie ist das Problem der Theodizee. Woher kommt die Sünde? Nun, wir sagen, die Engel haben zuerst gesündigt. Sie sind gefallen. Aber woher kam das? Die beste Antwort ist: Wir wissen es nicht. Aber was wir wissen, ist, dass sie gesündigt haben. Das war sofort ersichtlich. Ich frage mich selber: „Wie können Engel überhaupt rebellieren?“ Ich meine, wogegen haben sie rebelliert? Gegen einen absolut heiligen Gott? Eine absolut glückliche Situation? Sie waren intelligent. Sie betrachteten die Situation, in der sie sich befanden. Sie müssen gesehen haben, dass es eine absolut herrliche Situation war. Sie besaßen die Fähigkeit zu kommunizieren. Sie besaßen die Fähigkeit, Gott zu antworten, und Gott antwortete ihnen. Sie hatten Gefühle. Sie verbrachten ihre Zeit damit, Gott zu loben. Sie waren eigenverantwortliche Geschöpfe. Sie waren keine Roboter. Sie waren intelligent und emotional. Sie hatten einen Willen, konnten Entscheidungen treffen, und dann rebellierten sie.

Ich weiß nicht, warum. Ich weiß nicht, wie das geht. Ich weiß nicht, wie die Versuchung jemals in Luzifers Geist entstehen konnte. Aber ich weiß, dass sie es tat, denn ich bin ein Produkt dieser Folgen. Der Anführer der Rebellion ist Satan. Und in Matthäus 25,41 spricht unser Herr von Satans Heerscharen als „seinen Engeln“ - vom „Teufel und seinen Engeln“. Wie viele Engel sind gefallen? In Offenbarung 12, finden wir eine klare Antwort. Dort wird in den Versen 3 und 4 von Satan gesprochen; er wird der Drache genannt. Und in Vers 4 wird von seinem Fall berichtet. Dann heißt es: „und sein Schwanz zog den dritten Teil der Sterne des Himmels nach sich.“ Wie viele der Engel waren an der Rebellion beteiligt? Ein Drittel von ihnen. Sie sind den heiligen Engeln zahlenmäßig zwei zu eins unterlegen, aber ein Drittel war an der Rebellion beteiligt.

Ein Drittel der Engel rebellierte mit Satan. Vielleicht fragst du dich: „Laufen all diese Engel Satans — oder ‚Dämonen‘ wie wir sie nennen — frei auf der Erde herum?“ Nein, nicht alle von ihnen laufen herum. Einige von ihnen sind eingesperrt. Wusstest du, dass einige dieser Dämonen eingesperrt sind? Einige von ihnen sind für eine kurze Zeit eingesperrt, andere für immer. Ich möchte versuchen das schematisch aufzuzeigen. Stell dir die Engel als Linie vor. Diese teilt sich in zwei: in heilige und gefallene Engel. Bei den gefallenen Engeln gibt es wieder zwei Arten: die Freien und die Gebundenen. Die Freien nennen wir Dämonen. Von ihnen sind viele frei unterwegs. Bei den Gebundenen gibt es wiederum zwei Arten: dauerhaft Gebundene und vorübergehend Gebundene. Die dauerhaft Gebundenen werden uns in Judas und Petrus beschrieben, wo sie in ewigen Ketten gehalten werden. Und wir glauben, dass dies diejenigen sind, die in 1. Mose 6 sündigten, indem sie mit Frauen zusammenlebten und Riesen auf der Erde zeugten, die in der Flut vernichtet wurden. Diejenigen, die vorübergehend gebunden sind, könnten diejenigen sein, die in den Abgrund geworfen wurden. Und in Offenbarung 9 sieht man, wie sie während der Trübsalszeit aus dem Abgrund freigelassen werden. Es gibt also Milliarden von Dämonen, von denen einige vorübergehend gebunden sind, einige dauerhaft, und viele, viele von ihnen sind frei. Sie sind die Engel des Satans.

Das war eine kurze Einführung in die Vorstellung eines realen, lebendigen, persönlichen Wesens namens Teufel. Er ist der Anführer dieser Rebellion der Engel. Ist das wahr? Das ist eine berechtigte Frage. Gibt es den Teufel wirklich? Manche Menschen glauben, dass die einzige wirklich reale Tatsache am Teufel die ist, dass er ein Halloween-Kostüm ist und sonst nichts. Dass die Karikatur des Satans einfach etwas ist, das sich jemand ausgedacht hat, um kleinen Kindern Angst einzujagen, damit sie tun, was ihr Papa ihnen sagt. Gibt es irgendwelche Beweise dafür, dass es einen Teufel gibt, ein persönliches aktives Wesen, das sich dem Plan Gottes widersetzt? Nun, wenn man sich die Realität genau anschaut und durchdenkt, muss es einen Gegenspieler geben. Nimm es z. B. philosophisch. Es gibt einen Gott, und er erschafft eine Welt. Er ist mächtig genug, um die Welt so zu gestalten, wie er sie gestalten möchte. Aber inmitten der Welt, die er geschaffen hat, gibt es keine absolute Harmonie. Es gibt eine rätselhafte Dichotomie von Glück und Leid, von Weisheit und Dummheit, von Erfüllung und Versagen, von Freundlichkeit und Grausamkeit, von Leben und Tod.

Es scheinen zwei Dinge nebeneinander zu laufen, die uns verwirren. Und wann immer wir zu einem Ungläubigen sagen: „Gott ist ein guter und liebender Gott“, ist er geneigt, zu antworten: „Ach wirklich? Wem sagst du das. Was ist mit allem Leid und allen Tragödien?“ Allein die Tatsache, dass es solchen Widerstand gegen Gott gibt, ist Beweis genug für ein Wesen, das aktiv versucht, den Plan Gottes zu unterdrücken. Kann ein und dasselbe Wesen etwas Gutes erschaffen und dann sein Gegenteil erschaffen, gegen sich selbst kämpfen und somit frustriert im Kampf stehen? Nein. Das ist wie die alte Frage: „Kann Gott einen Felsen so groß machen, dass er ihn nicht heben kann?“ Das macht keinen Sinn. Dr. Vaughn Gertile sagt über das Universum, Zitat: „Einerseits zeigt es zu viel Intelligenz, zu viel Weisheit und Glück, um eine Leugnung Gottes zu rechtfertigen. Andererseits zeigt es zu viel Mangel an Intelligenz, zu viel Bosheit und Unglück, um den Glauben an Gott wahrscheinlich zu machen.“ Zitatende.

Erich Sauer sagt in seinem Buch Der König der Erde sehr hilfreich: „Die Existenz von Leid und Bösem in der Welt beweist die Existenz einer transzendenten, realen, dynamischen, feindlichen Macht, die nicht von Gott gewollt ist.“ Denn Gott würde niemals, und das sage jetzt ich, Gott würde niemals etwas erschaffen und dann dastehen und das Gegenteil von dem tun, was er beabsichtigte. Das wäre so, als würde ein Mann ein Tor bauen und es gleichzeitig zumauern. Das geht nicht. Sauer sagt, ich zitiere: „Tatsache ist, dass der Teufel ein geistliches Wesen ist, dessen Existenz weder von der Philosophie noch von der Naturwissenschaft in irgendeiner Weise angegriffen werden kann, da wir gerade in unserer Welt und in unserem Universum, das uns unmittelbar umgibt, Disharmonie, Tod, Zerstörung beobachten.

Selbst eine rein spekulative Betrachtung der Natur führt zu der Schlussfolgerung, dass diese Welt und vermutlich das mit ihr verbundene Sonnensystem die Domäne dieses Weltherrschers ist.“ Zitatende. Es ist offensichtlich, dass es ein Wesen gibt, das die Ziele Gottes bekämpft.

Abgesehen von der philosophischen Notwendigkeit gibt es viele biblische Beweise für die Existenz des Teufels. Und ich denke, der stärkste Beweis, zumindest meiner Meinung nach, ist der Beweis unseres Herrn Jesus Christus. Er glaubte an einen Teufel in Person. Er glaubte, dass es den Teufel gibt. Schau dir mit mir Matthäus Kapitel 4 an: „Darauf wurde Jesus vom Geist in die Wüste geführt wurde, damit er vom Teufel versucht würde. Und als er 40 Tage und 40 Nächte gefastet hatte, war er zuletzt hungrig. Und der Versucher trat zu ihm und sprach: Wenn du Gottes Sohn bist, so sprich, dass diese Steine Brot werden. Er aber antwortete und sprach: Es steht geschrieben: ‚Der Mensch lebt nicht vom Brot allein.‘“ Und du kennst das ganze Gespräch. So, wie es dort aufgezeichnet ist, hat der Herr mindestens zehn Verse lang mit dem Teufel gesprochen.

Es steht außer Frage, dass unser Herr von der Realität des Satans überzeugt war. Während seines gesamten Wirkens sprach er über Satan. Er zog umher und trieb Dämonen aus. Er ging umher und machte die Taten, die Satan zu tun versuchte, zunichte. In Johannes 12,31 heißt es: „Jetzt ergeht ein Gericht über diese Welt. Nun wird der Fürst dieser Welt hinausgeworfen werden.“ Unser Herr sagt hier: Ich stehe im Konflikt mit Satan, ich gehe ans Kreuz, um den Sieg zu erringen. Unser Herr wusste, was er tat. Er wusste, dass er es mit einer realen Person zu tun hatte. Warum? Weil er dieses Wesen von Ewigkeit her kannte, seit er es erschaffen hatte. Er kannte es von Anfang an, bis es fiel. Und er kannte es auch weiterhin. Er wusste genau, mit wem er es zu tun hatte. Es gibt eine Person, die der Teufel niemals täuschen wird, und das ist der Gott, der ihn geschaffen hat.

Jesus sagte in Johannes 14,30: „Ich werde nicht mehr viel mit euch reden; denn es kommt Fürst dieser Welt, und in mir hat er nichts.“ Der Fürst dieser Welt kommt. Jesus glaubte an eine bewusste Aktivität des Satans auf der Erde. In Johannes 16 sagt er: „Der Fürst dieser Welt ist gerichtet“. Es steht außer Frage, dass unser Herr mit Satan in Konflikt stand.

In Johannes 8,44 sagt Jesus: „Ihr habt den Teufel zum Vater“. Aber in Epheser 2,2 sagt Paulus: „dem Geist, der jetzt in den Söhnen des Ungehorsams wirkt“. Paulus glaubte an den Teufel. Johannes glaubte an den Teufel. In 1. Johannes 3 heißt es: „Wer die Sünde tut, der ist aus dem Teufel; denn der Teufel sündigt von Anfang an. Dazu ist der Sohn Gottes erschienen, dass er die Werke des Teufels zerstöre.“ Hör mir zu: Zu sagen, dass man an Christus glaubt, wie manche es tun, und nicht an den Teufel zu glauben, macht das, was Christus getan hat, zum Gespött. Man muss an beides glauben, oder man versteht das Neue Testament überhaupt nicht. In der Tat heißt es in Johannes 5,19, dass: „die ganze Welt sich im Bösen befindet“. Jakobus glaubte an den Teufel. „Widersteht dem Teufel, so flieht er von euch“, sagte er in Kapitel 4, Vers 7. Petrus glaubte an den Teufel. In 1. Petrus 5,8 heißt es: „der Teufel geht umher wie ein brüllender Löwe und sucht, wen er verschlingen kann.“

Das ganze Neue Testament ist voll davon. Sie glaubten, dass es den Teufel gibt. Sie wussten, was Gottes Absicht war, nämlich Christus zu senden, um sich mit dem Teufel zu befassen. Wenn man die Bibel überhaupt studiert, muss man glauben, dass der Teufel existiert. Er führte Eva in 1. Mose 3 in Versuchung. Er versuchte Christus in Matthäus 4. Er verdrehte das Wort in Matthäus 4. Er widersetzte sich Gottes Werk in Sacharja 3. In 1. Thessalonicher 2 behinderte er die Diener Gottes. Er behinderte das Evangelium in Matthäus 13 und 2. Korinther 4. Er umgarnt die Bösen in 2. Timotheus 2. Er verführt die Völker in 1. Könige 22 und Offenbarung 16,20. Er ist ein Engel des Lichts, in 2. Korinther 11. Er bewirkt den Eintritt der Sünde und den Fall der Menschheit in 1. Mose 3. Er erscheint vor Gott in Hiob 1. In 1. Petrus 5 geht er umher wie ein brüllender Löwe. Er ist der Verkläger der Brüder in Offenbarung 12. Er hat die Macht des Todes, Hebräer 2, und die ganze Welt liegt in seinem Schoß, 1. Johannes 5. In der Bibel ist es ziemlich offensichtlich, dass es ihn gibt; er ist in der Tat sehr beschäftigt. Wenn man den Teufel leugnet, kann man ebenso gut Christus leugnen, denn beide werden in der Bibel gleichermaßen als existierende Personen dargestellt.

Nicht nur philosophische Spekulationen und die biblische Offenbarung weisen darauf hin, dass der Teufel existiert, sondern auch die menschliche Erfahrung. Wer heute in unserer Welt des 20. Jahrhunderts lebt und leugnet, dass es den Teufel in Person gibt, hat einfach nicht richtig gelesen, was vor sich geht. Der Teufel hat sich heutzutage in hohem Maße offenbart. Es gibt Menschen, die sich so sicher sind, dass es ihn gibt, dass sie ihn ganz offen und öffentlich anbeten. Und es gibt Heilungstaten und Wunder, die er bereits mitten unter uns in der Welt tut, die von seiner Existenz zeugen. Gibt es ihn? Ja, es gibt ihn.

Das zweite, was wir über ihn wissen wollen, ist: Wer ist er? So wie wir heute Morgen über Gott gesprochen haben: Es gibt ihn, ja, aber wer ist er? Nun, wir haben bereits gesehen, dass er ein Engel ist. Er ist ein verdorbener Engel. Ein gefallener. Aber er ist ein Engel; und Engel haben Persönlichkeit.

Ich glaube, wir stellen uns Engel als etwas eher Ätherisches vor; etwas, das weiß ist und mit den Flügeln schlägt und keine Persönlichkeit hat. Aber Engel haben Persönlichkeiten. Weißt du, dass die Engel Namen haben? Richtig, Eigennamen. Gott kennt alle Namen der Engel. Wenn er einen Engel ruft, sagt er nicht: „Engel Nummer Einemillionvierhundertunddrei“ - nein. Er wird sagen: „John“ oder „Bill“ oder wie auch immer der Name des Engels lautet; Gott kennt ihre Namen. Gott weiß, dass sie einen eigenen Charakter haben. Engel sind Personen. Sie haben alle Eigenschaften einer Persönlichkeit. Sie freuen sich, also fühlen sie. Sie loben Gott. Und sie verteidigen Gott und bekämpfen die Dämonen.

Wir wissen, dass Satan eine Person ist, weil wir ihn betrachten und viele Argumente dafür finden. Genau so wie Gott eine Person ist, ist es auch der Teufel. Erstens: Er hat Persönlichkeitsmerkmale. Weißt du, was eines der am häufigsten vorkommenden Persönlichkeitsmerkmale ist? Die Fähigkeit zu planen. Hast du jemals einen Hund gekannt, der plante? Hast du jemals einen Hund in der Ecke sitzen sehen, der gerade seine Strategie ausarbeitet? Eines der Merkmale einer Persönlichkeit ist die Fähigkeit, einen Plan zu entwerfen oder Ränke zu schmieden. Tiere tun so etwas nicht. Tiere machen keine Pläne. Personen tun es. Wenn du den 2. Korintherbrief liest, wirst du feststellen, dass Satan fleißig Pläne schmiedet. Und nicht nur dort, sondern du liest im ganzen Neuen Testament davon. Einer der Gründe, warum ich glaube, dass er eine Person ist, sind die Dinge, die er tut. 2. Korinther 11,3 besagt: „Ich fürchte aber, dass wie die Schlange Eva verführte durch ihre List, so auch eure Gedanken abgewendet werden“. Das heißt, er ist damit beschäftigt, sich Wege auszudenken, um an die Menschen heranzukommen. Und ein Merkmal einer Persönlichkeit ist es, sich Pläne auszudenken.

Ein weiteres Persönlichkeitsmerkmal ist die Fähigkeit zur Kommunikation. Personen kommunizieren, und Satan kann das gut. Er hatte in Matthäus 4 ein Gespräch mit Jesus, nicht wahr. Er führte im Garten ein Gespräch mit Eva. Er hat sich mit vielen Menschen unterhalten und macht ständig weiter damit. Und nicht nur das, er wünscht sich Dinge. Auch die Fähigkeit, sich etwas zu wünschen, zu wählen, ist ein Persönlichkeitsmerkmal. Satan wählt Dinge aus, er wünscht sich bestimmte Dinge. Er verlangt nach bestimmten Dingen und lenkt seinen Willen in den Bereich, von dem er glaubt, dass dieser seinen Wunsch erfüllen wird. Er nahm Jesus mit auf den Berg und sagte: „Dort sind die Reiche der Welt. Wenn du tust, was ich dir sage, werde ich sie dir geben.“ Er entschied sich, Christus auf diese Weise zu verführen, unterhielt sich mit ihm und verfolgte ein bestimmtes Ziel, um Christus in die Falle zu locken. Er zeigte also alle Merkmale einer Person.

Abgesehen von seinen Persönlichkeitsmerkmalen glaube ich, dass er eine Person ist, weil von ihm mit Personalpronomen gesprochen wird. Hesekiel 28 verwendet das Wort „du“. Und im gesamten Neuen Testament werden in Bezug auf Satan „er“ und „sich“ verwendet. In 2. Korinther 11 werden sogar beide Begriffe verwendet. Ein weiterer Grund neben Persönlichkeitsmerkmalen und Personalpronomen sind Satans Eigennamen. Er hat viele Eigennamen, und die werden nur an Personen vergeben. Wir werden sie uns nachher anschauen. Ein weiterer Gedanke, den ich für wichtig halte, ist, dass Gott ihm eine persönliche Rechenschaftspflicht gegeben hat, und die betrifft nur Personen. Tiere sind nicht rechenschaftspflichtig. Sie sind nicht verantwortlich, nicht im moralischen Sinne. Es gibt keinen biblischen Standard für das Verhalten eines Tieres. Aber Gott sagt: „Ich werde Satan richten“. Als Gott sagte, er werde Satan richten, bedeutete das, dass Satan gegen Gottes Normen verstoßen hatte und persönlich für diesen Verstoß verantwortlich war. Das ist ein Merkmal einer Persönlichkeit.

Wie steht es nun mit den persönlichen Titeln Satans? Es geht nicht nur um persönliche Verantwortung und all diese anderen Dinge, sondern auch darum, dass Satan aufgrund seiner persönlichen Titel eine Person sein muss. Diese sind äußerst faszinierend. Und zwar wird er folgendermaßen bezeichnet: In Hesekiel wird er „ein gesalbter, schützender Cherub“ genannt. Wir werden uns Hesekiel 28,14 später noch anschauen. Das bedeutet, dass es sich um einen hochrangigen Engel handelt. Und schon dieser Titel spricht von einer Persönlichkeit. Er wird auch „Fürst dieser Welt“ genannt, was wiederum auf seinen Rang als Herrscher über ein Weltsystem des Bösen, einschließlich der Engel und Menschen, hinweist. Er ist ein Herrscher. Er wird auch „der Fürst, der in der Luft herrscht“ genannt - der Herrscher über das Reich der Atmosphäre. Er wird „der Gott dieser Weltzeit“ genannt, und das Wort Weltzeit ist dort aiōn. Der Gott dieser Weltzeit - der Gott, der sein System der Philosophie, des Humanismus, des Materialismus und des Sex verbreitet. In Lukas 11,15 wird er auch „der Oberste der Dämonen“ genannt. In 2. Korinther 4,4 wird er „der Gott dieser Weltzeit“ genannt.

Aber in Lukas 11,15 wird er „Beelzebul, der Oberste der Dämonen“ genannt. Hast du von dieser Bezeichnung schon einmal gehört? Beelzebul? Das ist ein interessanter Begriff, und er bedeutet so viel wie „Herr der Fliegen“. Und vielleicht hast du schon einmal von einem Film oder einem Buch gehört, das diesen Namen trug: Herr der Fliegen. Es ist der Titel eines Gottes der Philister. Und er wurde nicht nur als Bezeichnung für diesen Gott verwendet, sondern auch für den Satan, der hinter diesem Gott stand. Schau, all diese persönlichen Titel reden von etwas: der Cherub, der beschützt, der Fürst dieser Welt, der Fürst, der in der Luft herrscht, der Gott dieser Weltzeit und der Oberste der Dämonen. Sie reden von Rang, sie reden von Herrschaft, sie reden von Autorität, sie reden von Macht, sie reden von Leitung, sie reden von Planung, von Absicht, von Ausführung. Und er, Satan, ist eine Person, die dazu fähig ist.

Wer ist also nun Satan? Er ist nicht nur eine Person, sondern auch ein Geist. Satan ist ein Geist, und wie wir heute Morgen schon sagten, ist ein Geist ein immaterielles Wesen. Satan kann jetzt gerade hier sein - ich weiß nicht, ob er es ist; wahrscheinlich macht er etwas anderes, aber wenn er zufällig gerade jetzt hier ist, würden wir es nicht merken. Warum? Weil er ein Geist ist, aber das bedeutet nicht, dass er nicht hier ist. Weißt du, wir leben in dieser kleinen Welt, in der wir nur die drei vorhandenen Dimensionen kennen, und vielleicht begreifen wir noch eine weitere Dimension. Aber wir merken nicht, dass dieser Raum jetzt gerade wahrscheinlich von einer ganzen Menge Engeln erfüllt ist. Einige von ihnen heilig und auserwählt, andere gefallen. Und man weiß nicht, was hier drin vor sich geht. Ich würde wirklich gerne wissen, was hier vor sich geht, aber ich werde es nie erfahren. Denn dieses Universum steht unter der Macht Satans, und ein dämonisches Heer ist aktiv damit beschäftigt, das Werk Gottes aufzuhalten. Einer der Gründe, warum ich weiß, dass wir Autorität über ihn haben, ist der, dass Gottes Werk trotzdem weitergeht.

Aber Engel sind Geister, sie haben keinen Körper. Dämonen werden in Lukas 8,2 als böse Geister bezeichnet. In Lukas 11,24 werden sie als unreine Geister bezeichnet. Aber sie werden als Geister bezeichnet. Engel sind immaterielle Geistwesen. Trotzdem sind sie nicht wie Gott, merk dir das gut. Gott ist Geist, aber Gott ist überall. Engel sind an räumliche Grenzen gebunden. Sie sind Geister, aber sie sind Geister mit einer Grenze um sich herum. Sie müssen sich bewegen, weil sie nicht überall zugleich sein können. Sie sind schnell. Sie sind wirklich schnell. Und willst du etwas Interessantes erfahren? Einige von ihnen sind schneller als andere. Denk mal darüber nach. Du fragst: „Du meinst, sie könnten einen Leichtathletikwettkampf der Engel oder so ähnlich veranstalten, und einige von ihnen wären schneller als die anderen?“ Nun, einige von ihnen werden in der Bibel aufgrund ihrer Geschwindigkeit als die superschnellen bezeichnet. Einige sind eher träge. Aber wir wissen, dass sie räumliche Grenzen haben. In den beiden Texten Daniel 9 und Daniel 10 gibt es eindeutige Hinweise darauf, dass sie sich irgendwo befinden und versuchen, woanders hinzukommen. Als unser Herr die Dämonen in ein Schwein schickte, gingen sie genau dorthin. Sie haben eine räumliche Einschränkung. Sie sind nicht überall, und sie können sich nicht einfach absetzen und irgendwohin schweben. Sie sind einfach da, wo sie sind.

Vergiss nie, dass der Satan genauso ist. Und jedes Mal, wenn jemand zu mir sagt: „Na ja, weißt du, der Teufel hat mich dazu gezwungen“, weiß man nicht, ob das wirklich der Teufel war. Sicherlich, er ist sehr schnell. Aber ist er auch so schnell, dass er alle überrumpeln kann und währenddessen immer weiter in der ganzen Welt unterwegs ist? Ich weiß nicht, wie schnell er ist, aber das kann er nicht tun, denn er hat räumliche Grenzen. Ich will euch mal was sagen. Man kann eine ganze Menge von ihnen auf kleinem Raum unterbringen. Ich weiß nicht, wie begrenzt oder wie groß dieser Geist ist. Anscheinend kann dieser immaterielle Geist in gewissem Sinne einfach zusammenfließen; ich weiß nicht, wie. Aber ist es nicht interessant, über den Kampf der heiligen Engel gegen die unheiligen nachzudenken? Ich meine, was würdest du tun? Ich weiß es nicht, aber sie schon. Das zeigt doch nur, dass wir uns auf einer Ebene befinden und die andere nicht verstehen, nicht wahr?

Nun sagst du: „Ich dachte, Engel hätten manchmal einen Körper.“ Jetzt hör mir gut zu. Manchmal können sich diese immateriellen Wesen materialisieren. Sie können sich verkörperlichen. Ich weiß nicht, wie sie sich materialisieren, aber sie können es; und sie können die Gestalt eines Körpers annehmen. Es ist kein Körper wie unserer, denn manchmal hat er Flügel, nicht wahr? Wie in Jesaja 6. Und das ist sehr schön. In Sodom hatten die Engel körperliche Gestalt angenommen. Alle Menschen in der Stadt hatten so etwas noch nie gesehen, und natürlich war Sodom berühmt für seine Homosexualität. Und als die homosexuelle Bevölkerung von Sodom diese Engel auftauchen sah, flippten sie aus. Sie sagten: „Oh, oh, so etwas haben wir noch nie gesehen“. Und sie jagten hinunter zu Lots Haus, um es niederzureißen und an sie heranzukommen. Deshalb zerstörte Gott die Stadt, und deshalb benutzen wir das Wort Sodomie, um Homosexualität zu bezeichnen. Sie waren so schön, und zwar so schön, dass sich diese Menschen, die in ihrer Begierde so pervers waren, sexuell zu ihnen hingezogen fühlten.

Ein weiterer interessanter Aspekt der Engel ist, dass sie unsterblich sind und niemals sterben. Engel sterben nie. Sie werden ewig leben; vom Moment ihrer Erschaffung an werden sie leben. Aber nur, damit du das nicht falsch verstehst: Das gilt auch für Menschen, nicht wahr? Es wäre also kein Problem. Auch wir werden ewig leben, entweder mit Gott oder ohne ihn. Die höchste Art von Engel, die geschaffen wurde, ist ein Cherubim. Das waren Engelswesen von höchstem Rang, und sie besaßen eine unbeschreibliche Schönheit und Macht. Der Charakter und das Aussehen dieser Engel übersteigt unsere Vorstellungskraft und ist für uns so absolut unbegreiflich, dass wir uns nicht einmal ansatzweise vorstellen können, wie sie sind. Ihre Schönheit übersteigt alles, was sich der menschliche Verstand vorstellen kann. Du fragst: „Wozu sind die Cherubim da?“ Nun, sie waren offenbar die ranghöchsten, und es scheint, als seien sie die Beschützer der Heiligkeit Gottes. Sie erscheinen immer in der Nähe der Gegenwart Gottes. Sie schützen seine Heiligkeit und werden manchmal gesehen, wie sie seine Gnade verkünden. Sie sind unglaublich großartige Wesen.

Von den Cherubim wurden uns mehrere namentlich genannt. Ich glaube sogar, dass wir in der Bibel den drei obersten Cherubim begegnen. Nummer eins: Gabriel. Gabriel scheint eine ganz bestimmte Aufgabe zu haben, nämlich Gottes Absicht und Programm für sein Reich zu offenbaren und auszulegen. Es gibt noch einen anderen Engel, von dem wir alle schon gehört haben; sein Name ist Michael. Michael ist das, was ich gerne als „Super-Engel“ bezeichne. Michael ist der General der Engelsarmee. Aber es gab noch einen größeren Engel als Gabriel und Michael; das herrlichste Geschöpf, das Gott je geschaffen hat. Wenn du Jesaja 14 aufschlägst, stelle ich ihn dir vor - Jesaja 14,12: „Wie bist du vom Himmel herabgefallen, o Luzifer, Sohn des Morgens?“ Weißt du, man kann sich kaum einen schöneren Namen als Luzifer vorstellen, und doch klingt der Name, wenn man ihn ausspricht, fast wie ein Fluch. Weißt du, was Luzifer bedeutet? Sohn der Morgenröte, der Leuchtende, helel auf Hebräisch, Stern des Morgens. Er war der Höchste - der Stern des Morgens, Sohn der Morgenröte, der Leuchtende. Was für ein Engel er war. Du willst ihn in seiner ganzen Pracht sehen? Schau dir Hesekiel 28 an; wir werden gleich auf Jesaja 14 zurückkommen.

In Hesekiel 28 bekommst du eine kleine Vorstellung davon, wie ein Engel aussieht, und das reicht aus, um dich schwindlig zu machen. Jetzt muss ich erst einmal erklären, wo wir hier sind. Hesekiel ist ein Prophet und Hesekiel verkündet Botschaften des Gerichts. Einer von denen, die Gott wegen ihrer Bosheit richten wollte, war der König von Tyrus. Tyrus ist in der biblischen Geschichte eine sehr berühmte Gegend und ein sehr berühmter Ort. Der König von Tyrus war ein böser Mann, sogar ein besonders böser Mann. Er war rücksichtslos, grausam und gottlos, und der Herr wollte ihn richten. Und in den Versen 1 bis 10 von Hesekiel 28 richtet Hesekiel ein Wort gegen den König von Tyrus, oder Fürsten, wie er in Vers 2 genannt wird. Und er macht ihn einfach platt. Vers 10: „Den Tod der Unbeschnittenen wirst du sterben durch die Hand der Fremden! Ja, ich habe es gesagt, spricht Gott, der Herr.“ In Vers 9 heißt es sogar, dass er sagte: „Ich bin Gott“. Und Gott antwortet: „da du doch ein Mensch und nicht Gott bist, in der Hand derer, die dich durchbohren“.

Da war also dieser Mensch, der sich für Gott hielt, und was war er? Das ist die ultimative Sünde. Und zwar Stolz. Hesekiel spricht also zum König von Tyrus. Aber er richtet sich an die Quelle des Übels hinter dem König von Tyrus, an den Satan. Und ab Vers 11 fängt er an, sich auf den Satan hinter dem König von Tyrus zu beziehen. Das ist in der Heiligen Schrift kein ungewöhnliches Muster. In den messianischen Psalmen spricht David sehr oft über David, aber in Wirklichkeit spricht er über den Messias, der hinter David steht. Bei Matthäus gibt es eine Stelle, an der unser Herr zu Petrus sagt: „Weiche von mir, Satan.“ Er spricht zu Petrus, aber in Wirklichkeit spricht er zu der Quelle, die hinter Petrus' böser Tat steckt. Und hier geht er hinter den König von Tyrus und nagelt den fest, der den König von Tyrus dazu bringt, sich so zu verhalten, wie er es tut.

Vers 12: „Menschensohn, stimme ein Klagelied an über den König von Tyrus und sprich zu ihm: So spricht Gott, der Herr: O du Siegel der Vollendung, voller Weisheit und vollkommender Schönheit! In Eden, im Garten Gottes warst du.“ Es ist offensichtlich, dass der König von Tyrus nie dort gewesen war. Hesekiel hat den König längst hinter sich gelassen und spricht nun über Satan. Er sagt: „O du Siegel der Vollendung“. Weißt du, was das bedeutet? Du bist mit dem Zeichen der Vollkommenheit versiegelt - die Summe der gesamten Schöpfung Gottes bist du, und Gott hat dich als Stempel seiner Vollkommenheit versiegelt. Du warst das Höchste, was Gott je geschaffen hat, „voller Weisheit und vollkommener Schönheit“. Wenn du wissen wolltest, was Gott für schön hält, müsstest du im geistlichen Wesen dieses besonderen Engels die Schönheit sehen, die Gott dort hineingelegt hat, und du würdest wissen, was Gott für schön hält. Er machte ihn absolut vollkommen in seiner Schönheit, voller Weisheit, der Summe der Vollkommenheit und prägte ihn als solchen. Ist es nicht erstaunlich, dass wir Satan, wenn wir heute über ihn nachdenken, immer als hässlich empfinden?

Vers 13: „In Eden, im Garten Gottes, warst du.“ Und dann wird er beschrieben. Es ist eine unfassbare Beschreibung. Er wurde folgendermaßen beschrieben: „mit allerlei Edelsteinen warst du bedeckt: mit Sardis, Topas, Diamant, Chrysolith, Jaspis, Saphir, Karfunkel, (das ist ein Stein, kein Edelstein), Smaragd, und mit Gold.“ Hör zu: Hier stellt er diesen Engel in einer blinkenden Fülle von Edelsteinen und glitzernden Juwelen dar, und ich weiß nicht, wie ich das verstehen soll. Es sagt auch noch etwas anderes über ihn, hör dir das an: „Deine kunstvoll hergestellten Tamburine und Flöten waren bei dir; am Tag deiner Erschaffung wurden sie bereitet.“ Wusstest du, dass er der oberste Musiker des Himmels war? Wusstest du, dass Satan wahrscheinlich der himmlische Chorleiter war? Er war das höchste Wesen in Gottes Schöpfung, und er war die Schönheit des ganzen Himmels. Er war die Summe aller Vollkommenheit Gottes, und seine Musik war unbegreiflich - das gibt dir eine kleine Vorstellung davon, was Gott von guter Musik hält. Gott liebt sie. Als Gott die höchste Schöpfung schuf, die er je geschaffen hat, schuf er ihn als Musiker.

Vers 14: „Du warst ein gesalbter, schützender Cherub, ja, ich hatte dich dazu eingesetzt.“ Ich schuf dich - ich machte dich zum obersten Engel, zum gesalbten, schützenden Cherub. Was genau das „schützend“ bedeutet, weiß ich nicht; vielleicht derjenige, der in gewissem Sinne über Gott schwebt. „Ich hatte dich dazu eingesetzt; du warst auf dem heiligen Berg Gottes, und du wandeltest mitten unter den feurigen Steinen.“ Was das genau ist, weiß ich auch nicht. Aber es gibt da oben im Himmel etwas, eine Art Berg, eine Art phantastischer Steine - es ist interessant, sich vorzustellen, was das sein könnte - eine Art leuchtende, glitzernde, herrliche Schekinah-Schönheit jenseits aller Vorstellungskraft, und dieser Engel und Gott bewegten sich gemeinsam in diesem Bereich. Und das ist dieser besondere Engel.

Vers 15: „Du warst vollkommen in deinen Wegen vom Tag deiner Erschaffung an“; und jetzt kommt es: „bis Sünde in dir gefunden wurde“. Es wäre schlimm genug gewesen, wenn er es allein getan hätte, aber weißt du, was er tat? Er behielt seine Missetaten nicht für sich, sondern vermarktete sie. Vers 16: „Durch deine vielen Handelsgeschäfte ist dein Inneres mit Frevel erfüllt worden, und du hast gesündigt. Darum habe ich dich von dem Berg Gottes verstoßen und dich, du schützender Cherub, aus der Mitte der feurigen Steine vertilgt.“ Was auch immer der Berg Gottes ist, und worauf sich die Feuersteine beziehen, es ist genau dort, wo Gott ist - es ist das Zentrum seines Himmels. „Ich werde dich rauswerfen, nicht nur weil du gesündigt hast, sondern weil du mit deiner Sünde gehandelt hast.“

In Vers 18 sagt er: „Mit deinen vielen Missetaten, durch die Ungerechtigkeit deines Handels, hast du deine Heiligtümer entweiht;“ Weißt du, was Satan tat, als er ging? Er ging nicht allein. Wie viele gingen mit ihm? Ein Drittel. „da ließ ich ein Feuer von dir ausgehen, das dich verzehrte, und ich habe dich zu Asche gemacht auf Erden, vor den Augen aller, die dich sahen.“ Gott sagt: „Du wirst bezahlen, Satan - du wirst einen hohen Preis bezahlen.“ Was war nun die Sünde, die dieses unglaubliche Geschöpf in die Verderbnis fallen ließ, in die es fiel? Schlage Jesaja, Kapitel 14 auf und dort sehen wir, was es war. Vers 12: „Wie bist du vom Himmel herabgefallen, Luzifer!“ Kannst du dir vorstellen, wie dieser Engel gestürzt ist? Von dem, was er in Hesekiel 28 war, zu dem absolut verdorbenen, niederträchtigen, abscheulichen, verhassten Wesen, das er jetzt ist? Wie geschah es also? Wenn man auf Satan wütend ist und ihn verachtet, muss er einem im Grunde seines Herzens fast leidtun, dass er überhaupt den Weg nehmen konnte, den er nahm.

„Luzifer, Sohn des Morgens, wie bist du zu Boden geschmettert, du Überwältiger der Nationen!“ Hier ist deine Sünde: „Und doch hattest du dir in deinem Herzen vorgenommen“. Hier ist die Sünde und es ist die Sünde des Stolzes - es ist die Sünde des Stolzes. Es sind fünf „Ich will“. Nummer eins: „Ich will zum Himmel emporsteigen“. Was sagt er damit aus? Er hatte bereits Zugang zur unmittelbaren Gegenwart Gottes. Er war der führende Cherub. Er sagt nicht: „Ich glaube, ich werde Gott besuchen“. Sondern er sagt: „Ich will gehen und ich will bleiben. Ich will auf dem Thron Gottes sitzen. Ich will aufsteigen.“ Von dort, wo er war, konnte er nur noch dorthin aufsteigen - es blieb nur noch eine Person übrig. Von der Rolle des obersten Engels aufzusteigen bedeutete, den Platz Gottes einzunehmen – „Ich will Gott ablösen“.

Zweitens: „Ich will ... meinen Thron über die Sterne Gottes erhöhen.“ „Ich will die Autorität Gottes über die Engel an mich reißen. Ich will die Herrschaft über den Himmel übernehmen.“ Das dritte „Ich will“: „Ich will ... mich niederlassen auf dem Versammlungsberg im äußersten Norden;“ Vers 14: „Ich will emporfahren auf Wolkenhöhen“. Und die meisten Ausleger würden sagen, dass die Wolken hier nicht flauschige weiße Wolken meinen, sondern Wolken, die sich auf die Herrlichkeit Gottes beziehen, so wie Sterne sich auf Engel beziehen. „Ich will über die Herrlichkeit Gottes aufsteigen.“ Dann fasst er es im letzten „Ich will“ zusammen: „Ich will ... dem Allerhöchsten mich gleich machen.“ „Ich will sein wie der Allerhöchste.“ Weißt du, dass „der Allerhöchste“ ein Titel ist? Es ist der Titel Gottes, des Besitzers von Himmel und Erde. Was Satan sagt, ist: „Ich will Besitzer des Himmels und der Erde werden“. Erkennst du den unglaublichen Egoismus und Stolz seiner Sünde? Und er fiel, und Jesus sagte: „Ich sah den Satan wie einen Blitz vom Himmel fallen.“ Als er ging, ging er schnell und dramatisch, und seine Schönheit war sofort verdorben. Und jedes Engelwesen, das sich mit ihm diese Gedanken machte, war für immer zur Hölle verdammt. Wusstest du, dass die Hölle für den Teufel und seine Engel geschaffen wurde? Eine unvorstellbare Sünde, ein unvorstellbarer Fall, aber es ist passiert.

Was kam dabei heraus? Jesaja 14,15 sagt: „Doch ins Totenreich bist du hinabgestürzt, in die tiefste Grube!“ Er wurde aus dem Himmel verbannt. Er war verdorben. „Die dich sehen, schauen dich verwundert an, sie betrachten dich und sagen: Ist das der Mann, der die Erde erzittern ließ, der Königreiche erschütterte; der den Erdkreis zur Wüste machte und seine Städte niederriss; der seine Gefangenen nicht nach Hause entließ?“ Er, Satan, ist nicht nur in die Grube verdammt, sondern er wird auch verachtet und als jämmerlich angesehen. Denn für alle, die ihn erblicken, ist die Zurschaustellung seiner Schwäche offensichtlich. Die Aussage in Vers 15, „Er wird in die Grube gebracht werden“, wird sich erfüllen. Gemäß Offenbarung 20 wird der Satan genommen und für immer und ewig in den Feuersee geworfen. Satan stürzte ab.

Nun, als er fiel, war die Welt noch nicht in Sünde, selbst wenn sie schon erschaffen war. Wir wissen es nicht. Wir wissen nicht, wann der Absturz stattgefunden hat, entweder vor 1. Mose 1 oder danach. Aber Gott hatte zwei Möglichkeiten. Nachdem Satan und all die Dämonen gefallen waren, hätte er nur ein Wort sprechen müssen, und sie wären alle sofort verschwunden. Er hätte Luzifer mit einem Wort vernichten können. Er hätte die Rebellion stoppen können und das wars. Und dann hätte er vielleicht warten können, bis es wieder passieren würde. Aber das wollte Gott nicht. Gott entschied sich, dem Rebellen die Möglichkeit zu geben, alle Möglichkeiten seiner Macht auszuschöpfen und jeden möglichen Weg einzuschlagen. Er gab ihm den ganzen Zeitraum, von 1. Mose 3 bis zum Königreich. Diese ganze Zeit ließ er ihm, um seine Rebellion bis an ihre Grenzen zu führen. Warum? Warum handelte Gott so? Warum ließ er das zu? Nun, das steht nicht in der Bibel. Aber ich glaube, ein guter Grund, warum Gott es zuließ, war, die Rebellion bis zum Ende laufen zu lassen, bis ihr der Sprit ausgehen würde. So würde er allen Wesen und allen Kreaturen für alle Zeiten zeigen, dass alle Wege zusammengenommen Gott niemals entthronen können. Und wenn das geschehen ist, mein Freund, und es wird geschehen, wird niemand mehr daran zweifeln, dass Gottes Autorität jemals widerrechtlich an sich gerissen werden könnte.

Ihr seht, die Behauptungen und das „Ich will“ des Satans werden im Laufe der Zeit auf die Probe gestellt. Und das gesamte Universum wird ein für alle Mal sehen, dass es unmöglich ist, Gott zu entthronen. Auch in der Offenbarung singen die Engel, dass Gott verherrlicht werden soll und dass Christus herrschen soll. Sie wissen, dass es nicht anders geht. Und während die Rebellion stattfindet, muss Gott, weil er ein heiliger Gott ist, seinen Hass auf die Sünde zeigen. Und weil er ein liebender Gott ist, will er Menschen retten.

Ihr Lieben, der Kampf ist im Gange. Glaube mir, er ist auf jeder Ebene im Gange. Wusstest du das? In diesem Universum herrscht auf allen Ebenen Krieg. Aber die Rebellion stößt am Thron Gottes an ihre Grenzen. Nach Hiob, Kapitel 1, hat Satan Zugang zum Thron Gottes, und sie haben eine Auseinandersetzung. Nach Daniel 10 gibt es auf der Ebene der Engel Streit. Gott sandte zur Zeit Daniels einen Engel. Dieser Engel wurde von einem Dämon aufgehalten und Gott sagte: „Michael, hol ihn dir.“ Und der Super-Engel ging da raus und zerstörte den anderen, den bösen Dämon. Und dann ging der Engel weiter, um seine Aufgabe zu beenden. Es gibt einen Krieg auf der Engelsebene, und wenn ihr euch dessen noch nicht bewusst seid, solltet ihr es euch jetzt werden: Es gibt auch einen Krieg auf der menschlichen Ebene. Jesus sagte in Johannes 8,44 zu den Pharisäern: „Ihr habt den Teufel zum Vater“, und zu uns sagte er, wir seien Kinder Gottes. Die Kinder Gottes und die Kinder des Satans kämpfen gegeneinander. Das ganze Universum ist ein Schlachtfeld, und ich frage mich manchmal, ob Christen, die einfach nur herumsitzen und sich unentschlossen durch das Leben winden, wirklich begreifen, was hier geschieht. Satan kämpft um die Seelen der Menschen, aber auch Gott, und wir sollten in Gottes Mannschaft sein und mit ihm kämpfen.

Gibt es einen Teufel? Definitiv. Wer ist er? Er ist eine Person. Er ist ein Geist. Er ist ein gefallener Engel. Und er ist aktiv und aggressiv im Krieg gegen Gott und Gottes Pläne in der heutigen Welt. Ich schließe mit dem folgenden Satz. Jeder Mensch, der in diesem Saal sitzt, und jeder Mensch auf der ganzen Welt ist entweder ein Kind Gottes oder ein Kind des Satans. Du stehst auf der einen oder auf der anderen Seite. Stimmt das? Jesus sagte: „Wer nicht mit mir ist, der ist gegen mich“. Es ist deine Entscheidung, ob du dich nun mit dieser gefallenen Kreatur verbünden willst, die verbannt und verdammt ist, so wie alle, die mit ihr Partei ergriffen haben. Jesus sagte sogar, sicher mit gebrochenem Herzen: „Und doch wollt ihr nicht zu mir kommen, um das Leben zu empfangen.“ Du kannst auf Gottes Seite stehen, indem du zu Christus kommst. Und wenn du Christ bist, weißt du jetzt, was Satan ist und was er tut, wie tragisch sein Fall war und worum es in diesem Reich wirklich geht. Und dann hoffe ich, dass dir das neuen Antrieb gibt, den Kampf zu kämpfen, dem Teufel zu widerstehen, ihn nicht in deinem Leben Fuß fassen zu lassen und ihn keinen Vorteil über dich gewinnen zu lassen. Gib ihm keinen Zentimeter nach. Gott verdient deine ganze Herrlichkeit, dein ganzes Lob, dein ganzes Leben. Satan wurde bereits am Kreuz besiegt, aber für einen toten Feind tritt und kämpft er ganz schön, und das wird er auch bis zum Ende tun. Und wir müssen uns mit Gott identifizieren und kämpfen und ringen und erkennen, wer unser Feind ist, zu seiner Ehre und in seiner Stärke.

Vater, wir danken dir für die Zeit, die wir heute Abend hatten, um dein Wort zu studieren. Gerade haben wir begonnen, auf diese Person zu schauen, die tatsächlich existiert und vielleicht sogar hört, was wir sagen. Wir beten und danken dir, Gott, dass der, der in uns ist, größer ist als der, der in der Welt ist. Wir danken dir, dass er ein besiegter Feind ist. O Gott, bewahre uns davor, ihm jemals oder Raum zu geben, uns jemals ihm zuzuwenden, ihm seine Philosophien abzukaufen, seinen Humanismus, Materialismus, seine Ausrichtung auf Lust und Sex und all die anderen Dinge, die er so offensichtlich und häufig verbreitet. Mögen wir uns ganz auf den ausrichten, der uns erlöst hat, der uns liebt, auf den Gott, der unser Lob, unsere Ehre und unser Leben verdient. Danke, Vater, dass du uns hilfst, unseren Feind besser zu kennen. Jetzt, wo wir ihn kennen, hilf uns, ihn zu bekämpfen, gegen ihn zu kämpfen, stark zu sein im Herrn und in der Kraft seiner Stärke. Wir beten in Christi seligem Namen, der der Sieger ist. Amen.

ENDE

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